FATMES

Fachhochschule für evangelische Theologie und Missionswissenschaften im Sahel










Unsere Vision


Die FATMES ist eine überkonfessionelle theologische Ausbildungsstätte. Überkonfessionell bedeutet, dass sowohl die Studierenden als auch die Dozenten aus unterschiedlichen Gemeinden und Missionsgesellschaften des evangelischen Spektrums kommen. Da die Gemeinden in Mali auf eine gute Zusammenarbeit setzen, ist es von großem Vorteil, wenn künftige Pastoren, Gemeindegründer, Evangelisten und Mitarbeiter auch gemeinsam ausgebildet werden. Diese Strategie hilft, Vorurteile abzubauen und die Gemeinsamkeiten zu betonen.
Die Schule hat ihren Sitz in der malischen Hauptstadt Bamako. Im Jahre 2001 hat sie ihren „akademischen Betrieb“ aufgenommen. Gestartet sind wir mit sechs Studierenden in einer staubigen Kirche, die in einen Seminarraum umfunktioniert wurde. Zwischenzeitlich waren knapp 40 Studierende in den verschiedenen Programmen eingeschrieben. Heute sind 15 Studierende im Gesamtprogramm eingeschrieben, 10 weitere bilden sich mit Hilfe der Fernkurse fort.

Wie die FATMES entstand.


Im Jahre 1997 wurde während einer nationalen Konferenz aller malischen Gemeindebünde und in Mali operierenden Missionsgesellschaften sowie einiger Hilfsorganisationen die Frage erörtert: Wie können wir die Nichtchristen in Mali besser mit dem Evangelium erreichen und Gemeinden gründen?
Einige Workshops beschäftigen sich mit spezifischen Aspekten der genannten Fragestellung. Im Workshop „Theologische Ausbildung“ haben wir uns folgenden Fragen gestellt:

  • Welchen Beitrag können Bibelschulen leisten, damit Mali mit dem Evangelium erreicht wird?
  • Wie muss theologische Ausbildung konzipiert sein, damit Pastoren/Missionare/Gemeindeleiter den Herausforderungen einer sich modernisierenden und demokratisierenden Gesellschaft relevant begegnen können?
Feststellungen
  • Wir fanden heraus, dass die herkömmlichen Bibelschulen zu allgemein ausbilden. Alle Studierenden werden zwar für den Dienst in Gemeinden vorbereitet, aber auf die missionarischen Herausforderungen in Mali und den anderen Ländern des Sahel wird zu wenig Wert gelegt. Dies ist umso erstaunlicher, denn in Mali sind nur ca. 3-4 % der Bevölkerung Christen. 
  • Außerdem stellen sich für die Gemeinden und deren Leiter angesichts der Demokratiebewegung und der globalen Einflüsse Herausforderungen, denen sie nur unzureichend gewachsen sind. 
  • Wir stellten fest: die theologische Ausbildung muss stärker als bisher auf die gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten eingehen und im betroffenen Kulturraum verortet sein. Pastoren, die eine niveauvolle akademische Ausbildung wünschten, waren bisher gezwungen, Stipendien aufzutreiben und einige Zeit in Nachbarländern (z.B. Zentralafrika, Elfenbeinküste) oder in Europa (Frankreich, Schweiz) oder Amerika (USA, Kanada) zu verbringen. Die Folge war, dass diese Maßnahmen die Betroffenen vor große finanzielle Probleme stellten bzw. die Ausbildung oft an den kulturellen Denkweisen Afrikas vorbeiging. Auch diesem Manko wollten wir durch die Gründung einer Schule "vor Ort" begegnen. 
Inzwischen hatte sich die Vision während der Reise einer malischen interdenominationell besetzten Delegation nach Südafrika im Jahre 1997 bestätigt.

Konkrete Schritte.
  • Nach der Konferenz bildeten wir einen Arbeitskreis, der die Pro und Contra für die Gründung einer überkonfessionellen, akademisch niveauvollen Ausbildungsstätte ausloten sollte. Außerdem wollten wir uns Zeit nehmen, möglichst viele Gemeinden und Missionen an Bord zu nehmen. 
  • 1998 wurde ein malischer Trägerverein (Verein zur Förderung der theolog. Ausbildung in Mali - APFT)gegründet, der vom Staat anerkannt und für die Realisierung des Vorhabens verantwortlich ist.
  • In den Jahren 1999 bis 2000 fanden vom Trägerkreis organisierte Seminare in den Gemeinden statt.
  • Nach der Erarbeitung des Lehrplans und der Zusammenstellung des Lehrkörpers hat die FATMES im Jahre 2001 ihre Arbeit aufgenommen, zunächst in einem improvisierten Raum einer Gemeinde. 
  • 2002 erfolgte der Umzug in das Gästehaus der Allianz-Mission, wo die FATMES bis 2011 beheimatet war. 
  • Ende 2011 konnte der Studienbetrieb in das inzwischen fertiggestellte Erdgeschoss des neuen Studienzentrum verlegt werden. Die große Mehrheit der Lehrer an der FATMES sind Afrikaner mit Masterabschluss. Einige westliche Missionare gehören ebenfalls dazu.
  • In den Jahren danach folgte der Ausbau des Zentrums. Einige Räume werden an andere Organisationen vermietet. Mit dem erzielten Erlös können die laufenden Kosten gedeckt und die Studiengebühren niedrig gehalten werden. 
Für welche Berufsbilder bildet die FATMES aus?
  • Gemeindegründer 
  • Pastoren 
  • Mitarbeiter mit evangelistischem Schwerpunkt 
  • Missionare für unerreichte Volksgruppen 
  • Bibelübersetzer 
  • theologische Lehrer an Bibelschulen 
  • pastorale Leiter in regionalen Gemeindenetzwerken 
  • Mitarbeiter im Bereich Jugend und Kinder 
  • Mitarbeiter in Gemeindeleitungskreisen 
  • Mitarbeiter im pastoralen Verkündigungsdienst 


Welche Ausbildungsangebote gibt es?
  • Die FATMES bietet berufsbegleitend Studienprogramme mit den Schwerpunkten Theologie und Missionswissenschaft auf BA und MA-Niveau an.
  • Der Unterricht im Studienzentrum findet nachmittags und abends statt (17-20.30 Uhr)
  • Studenten haben die Möglichkeit, sich für das Vollstudium einzuschreiben, oder auch einzelne Module für die Fortbildung zu nutzen.
  • Darüber hinaus stehen über 20 Fernkursmodule aus allen Bereichen der Theologie und Mission zur Verfügung

Was tun wir für die FATMES? 
  • Unterricht in missionswissenschaftlichen und praktischen Fächern während der Maliaufenthalte
  • Mitarbeit beim Auf- und Ausbau der Bibliothek
  • Mitarbeit bei der Durchführung von Seminaren und Konferenzen 
  • Mitarbeit im Trägerverein zur Förderung der theolog. Ausbildung 
  • Erarbeitung von Fernkursmaterial auf Bachelor und Masterebene 
  • Verfassen von Unterrichtsmaterial (z.B. Hilfen zur Methodik des Theologiestudiums, Erarbeitung und Redaktion eines Lexikons Griechisch-Französisch-Bambara)
  • Bereitstellung einer Internetplattform für Recherchen in den Bereichen afrikanische Kultur, Islamologie und Missionswissenschaft
  • Hilfe bei der Suche nach Stipendien für Studenten
  • Förderung von Fortbildungsmaßnahmen für Dozenten

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