jeudi 28 janvier 2016

Gedanken an einem unrunden Hochzeitstag



Heute feiern wir unseren 31. (in Worten: einunddreißigsten) Hochzeitstag. Der Blumenstrauß von damals und das violette Band, das ihn zusammenhielt sind längst verschwunden. Doch unsere Liebe und die Hochachtung füreinander haben all die Jahre überdauert. Bei dem vielen Hin und Her in unserem Leben, der Erziehung unserer fantastischen vier Kinder, denen wir gemeinsam den Weg ins Leben gezeigt haben, sind wir in der Treue zueinander gewachsen. Wir haben gelernt, durch Dick und Dünn zusammen zu stehen und uns den Herausforderungen des Lebens zu stellen.

mercredi 20 janvier 2016

Koulikoro | Besuch im Hochsicherheitstrakt

Seit November letzten Jahres hat sich die Situation im Gefängnis der Garnisonsstadt Koulikoro verändert. Koulikoro liegt ca. 65 km von der malischen Hauptstadt Bamako entfernt. Hier sitzen einige Jihadisten ein, die im hohen Norden Malis gefangen genommen und von einem Gericht in Bamako zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Aus Sicherheitsgründen mussten wir unsere Arbeit mit den Insassen unterbrechen. Wir sind jedoch dankbar, dass unser Kollege mit einem kleinen Team einen Weihnachtsgottesdienst abhalten und Essen verteilen konnte.
Gemeinsam waren wir letzten Mittwoch unterwegs in Koulikoro. Bei unserem Besuch in der großen vergitterten Gemeinschaftszelle wurden wir von Wachpersonal begleitet. Auch das ist eine Änderung im Vergleich zu den Besuchen im letzten Jahr. Während der Andacht beobachten wir, dass hellheutige Gefangene uns zuhören. Es sind Leute, die offensichtlich einen arabischen Hintergrund haben. Alfred predigt an diesem Morgen über die Sternsucher aus dem Orient, die sich auf die Suche gemacht hatten, um dem „König der Juden“ zu begegnen. Die Atmosphäre war wie immer von Aufmerksamkeit geprägt. Die Jihadisten werden in ihren Einzelzellen eingeschlossen und dürfen sich nicht mit den anderen Gefangenen treffen. Trotzdem können sie hören, was wir sagen, und wir hoffen, dass Gott auch ihre Herzen mit seinem Wort erreicht.
Am Ende unserer Zeit in der Anstalt begrüßten wir den erkrankten Krankenpfleger, mit dem Christiane zusammenarbeitet. Er selber ist Gefangener, der wegen Beteiligung am Völkermord in Ruanda in Mali seine Strafe absitzt. Unser Gebet für und mit ihm, hat ihn ermutigt. Beim Abschied ruft uns einer der Mitgefangenen aus Ruanda zu: „Das nächste Mal kommt auch zu uns, um mit uns die Bibel zu lesen!“ Gerne würden wir das tun, aber bisher hat der Lagerkommandant noch kein grünes Licht gegeben.
Mali verändert sich. Die Sicherheitslage ist nach wie vor nicht unter Kontrolle. Gerade deshalb sind wir Gott umso mehr dankbar für die Möglichkeiten, die sich uns bieten. Wir wollen sie nutzen so lange es geht.

lundi 18 janvier 2016

Trost an Tagen wie diesen


Gott spricht: "Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet" - Jesaja 66,13

Die Jahreslosung spricht von den mütterlichen Zügen Gottes. Mütter können offenbar besser trösten als Väter. Gott ist alles in allem und es tut gut, dass uns die Bibel Gott nicht nur als den Schöpfer, den Initiativen ergreifenden Vater, den Richter und Herrn der Welt vorstellt - sondern auch als Mutter, die liebt, die umarmt und die tröstet.
In unserem Leben ist nicht immer alles nur schön und so, wie wir es gerne hätten. Manchmal treffen wir Entscheidungen, die falsch sind, und wir werden schuldig. Es gibt Erfahrungen und Erlebnisse, auf die wir gerne verzichten würden, wie Krankheit, Schmerz, der Verlust eines lieben Menschen, oder Streit - sei es in der Familie,  mit Arbeitskollegen oder Nachbarn. Solche Erfahrungen lösen Ärger oder gar Wut aus. Sie können Menschen auseinander bringen. Wir machen Gott Vorwürfe, weshalb er solche negativen Dinge in unserem Leben zulässt, oder wir hadern mit der Situation. 
Das Wort Gottes aus Jesaja 66,13 sagt uns zu: Gott lässt uns nicht allein mit unserem Frust und Ärger, mit der Trauer, dem Leid und unseren Zweifeln. Gott gibt uns die Zusage, uns zu trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Wir sind nicht allein an all den Tagen, wo Schatten und Frust über unserem Leben liegen. Wenn Gott selbst den Fischen in den dunklen Tiefen des Meeres Wege bahnt, um wieviel mehr nicht auch uns, die wir seine Kinder sind. 
Gottes Gegenwart macht uns Mut, nicht zu verzweifeln, denn "Gott hat uns nicht den Geist der Verzagtheit gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2. Timotheus 1,7). Dieses Wissen ermutigt uns, auch im neuen Jahr 2016 ganz auf Gottes Hilfe und Fürsorge zu vertrauen.