Donnerstag, 10. September 2015

Steppentanz - unser neues Buch ist erschienen

Christiane und Alfred Meier. 2015. Steppentanz – mit Gott unterwegs in Mali. 244 Seiten.
Unser erstes Buch ist frisch aus der Druckerei eingetroffen. Bei Interesse bitte einfach eine Mail an uns senden und die Postanschrift mitteilen: Buchbestellung

Der Aufbau des Buches spiegelt die Vielseitigkeit unseres missionarischen Dienstes in Westafrika. Er zeigt aber auch die Art und Weise, wie wir mit den gemachten Erfahrungen und Beobachtungen umgehen. Praxis und Theorie, Aktion und Reflexion bilden somit ein Ganzes und fließen ineinander.

Wir erzählen Geschichten, präsentieren Texte im journalistischen Stil, aber auch poetische, persönlich zeugnishafte und sachlich reflektierende. Wir haben Graphiken eingefügt, um komplexere Zusammenhänge besser zu illustrieren. Die Texte werden aufgelockert durch Fotos und Karten, damit sie lebendiger werden. 
Wir laden die Leser ein, uns beim Arbeiten und Nachdenken über die Schulter und ins Herz zu schauen. Wir hoffen, dass für jeden etwas Interessantes und Inspirierendes dabei ist. Folgende Themen werden u.a. im Buch aufgegriffen:

FATMES | wichtiger Bauabschnitt fast beendet

Die Bauarbeiten an der FATMES (Gebäude der Fachschule für Theologie und Missiologie) in Bamako gehen mittlerweile wieder zügig voran. Während der Regenzeit waren die Arbeiter mit ihrer Feldarbeit beschäftigt und der Bauleiter hatte ein wenig den Überblick verloren. Dadurch gerieten wir in Verzug. Die finanziellen Mittel reichen jedoch aus, um die Betondecke der ersten Etage zu gießen. Die Betonmaschine und der Seilzug stehen schon bereit. Sand und Kies müssen noch angeliefert werden. Dank der großzügigen Unterstützung unserer Freunde und den Spenden einiger Partnerorganisationen sind wir in den vergangenen Monaten ein großes Stück vorwärts gekommen. 
Nach der Regenzeit wollen wir je nach finanziellen Möglichkeiten die nächste Phase angehen:
  • Einsetzen von Fenstern und Türen
  • Putzarbeiten
  • Elektroarbeiten
  • Einrichten der sanitären Anlagen
  • Estrich und Fußboden
  • Malerarbeiten
Der Studienleiter der FATMES und der Sekretär unseres Trägervereins haben in den vergangenen Monaten für einen reibungslosen Einkauf der Baumaterialien gesorgt. Das Team funktioniert super. 
Die FATMES dient nicht nur der Ausbildung von Theologiestudenten. Sie steht mit ihrer Bibliothek und den Seminarräumen auch den Gemeinden für Seminare und verschiedene Treffen zur Verfügung. Einige der Räume der ersten Etage sollen an Organisationen vermietet werden. Der zu erzielende Erlös soll helfen, Strom- und Wasserrechnungen sowie anfallende Reparaturen zu begleichen. Damit soll erreicht werden, dass die gesamte Struktur sich selber trägt und mittelfristig ohne Gelder von außen auskommt. Der akademische Betrieb läuft dank der eingehenden Studiengebühren und den Mitgliedsbeiträgen des Trägervereins unabhängig.

Mittwoch, 9. September 2015

Sabalibougou | sichtbare Fortschritte beim Aufbau der christlichen Schule


Der Schulhof der kleinen christlichen Schule in Sabalibougou gleicht in diesen Tagen erneut einer Baustelle. Die Arbeiten am Blechdach des dritten Klassenraums sind in vollem Gange. Die Fenster wurden schon montiert. Direkt nebenan gießen Bauhelfer Zementsteine. Sie werden für den Bau des zweiten Schulgebäudes benötigt. Auch die Umgebungsmauer des Grundstücks und die beiden großen Türen sind inzwischen fertiggestellt und montiert.
Die für die genannten Baumaßnahmen notwendigen finanziellen Mittel wurden von einer christlichen Partnerschule aus Darmstadt zur Verfügung gestellt. Die Kinder in Deutschland haben sich vorbildlich mit konkreten Aktionen engagiert und gemeinsam mit ihren Lehrern und Eltern einen Sponsorenlauf organisiert. Als wir von dem Ergebnis hörten, waren wir und alle Mitglieder unseres örtlichen Schulkomitees äußerst positiv überrascht. Herzlichen Dank dafür. Kinder engagieren sich für Kinder – das ist etwas ganz Besonderes.


Jeder Euro wird hier in Mali in den nächsten Bauabschnitt investiert – zeitnah, effizient und unbürokratisch. Die aktuellen Gelder reichen aus, um das Fundament für weitere drei Klassenräume (4. – 6. Schuljahr) zu gießen und die Mauern bis Deckenhöhe hochzuziehen. Der Schulbetrieb wird zu 100 % von in Mali generierten Geldern finanziert. Von dem Schulgeld, das Eltern für ihre Kinder zahlen, werden Lehrkräfte, Reparaturen, Schulmöbel und didaktische Mittel finanziert.
Mali ist ein von Krisen geschütteltes Land. 50 % der Bewohner des Landes sind Kinder und Jugendliche. Die staatlichen Schulen sind hoffnungslos überfüllt. Das pädagogische Niveau ist niedrig. Deshalb investieren wir in die Zukunft malischer Kinder und versuchen einen qualitativ guten Unterricht anzubieten. Das Echo der Eltern während des Abschlussfestes zum Ende des ersten Schuljahres hat gezeigt, dass die Eltern mit den schulischen Ergebnissen sehr zufrieden sind und unser Schulprojekt eine Lücke schließt.
Im letzten Jahr haben sich 38 Kinder für das erste Schuljahr eingeschrieben. Obwohl noch Ferien sind, kommen schon jetzt interessierte Eltern auf uns zu, um ihre Kinder für das nächste Schuljahr anzumelden. Das sind ermutigende Zeichen die zeigen, dass das Schulprojekt der Christen akzeptiert ist.

Dienstag, 8. September 2015

Sabalibougou | ein Dorf, dem die Zukunft gehört

Der Ort war noch vor 10 Jahren ein kleines, eher unscheinbares Dorf am Rande des Kanals, der sich südlich des Nigers in Richtung Koulikoro schlängelt. Mit Stroh oder mit Wellblech bedeckte Bankohäuser aus lokalem Erd-Tongemisch prägten die kleine Siedlung. Doch das Bild hat sich erheblich verändert. Heute erstreckt sich das Dorf vom westlich gelegenen Schlachthof ca. 5 km Richtung Osten. Im Süden verläuft eine Hügelkette, die ein Wachstum in die Breite schwierig macht. Die Zugangswege zu den Häusern auf den Hügeln führen über felsigen Untergrund und ...

Samstag, 5. September 2015

Bamako | Ökumene und Mission in Mali

Fünf Tage mit fünfzehn Teilnehmern, Frauen und Männer und zwanzig Stunden Unterricht im Rahmen eines missionstheologischen Seminars, das in der malischen Hauptstadt von einer lutherischen Missionsgesellschaft organisiert wurde, liegen hinter uns. Die Missionare, die unter den malischen Peulh (Ethnie) im Zentrum Malis arbeiten, kommen aus Norwegen, Äthiopien, Nigeria, Benin und Kamerun. Es ist ein multikulturelles Team, das von einem Missionar aus Kamerun geleitet und von einem internationalen Zusammenschluss lutherischer Gemeindeverbände finanziell unterstützt wird. Eine weitere Besonderheit besteht darin, ...

Freitag, 4. September 2015

Moriba Samake | der fröhlichste Pastor in ganz Mali

Der Mann brachte alle zum Lachen. Ein comedian wie aus dem Bilderbuch. Er war der fröhlichste Pastor, den wir bisher in Mali kennen gelernt haben. Moriba Samake war in den 1990ern einer meiner Schüler an der Bibelschule in Bougouni, wo auch eine ganze Reihe der Pastoren unseres Partnerbundes UEPEM ausgebildet wurden. Heute erhielten wir die traurige Nachricht, dass er plötzlich verstorben ist. Moriba war nach seiner Absolvierung lange Zeit als Pastor in der Gemeinde Silengué (im Südwesten Bamakos.) tätig, die zum befreundeten Gemeindebund der Eglise Evangélique Protestante in Mali gehört. Seit zwei Jahren arbeitete er als Lehrer an der Bibelschule in Bougouni, wo er selber ausgebildet wurde. Das letzte Mal haben wir uns anlässlich eines Jugendkongresses im August 2014 und während des Ehemaligentreffens in Bougouni im Januar 2015 getroffen. Wir haben ihn damals auf seinem Hof besucht und über die alten Zeiten gesprochen. Sein Tod macht uns betroffen. Es ist traurig zu sehen, wenn jüngere Menschen vor ihrer Zeit sterben. Moriba hinterlässt seine Frau und vier Kinder - und eine große Lücke in seinem Gemeindebund. Gott möge uns allen und besonders seiner Familie Trost schenken. Am Sonntagnachmittag findet die Beerdigung in Bougouni statt. 
Moriba - ruhe in Frieden.