samedi 27 juin 2015

Sabalibougou | Farbenfroher Abschluss des ersten Schuljahres


Es war eine Premiere. Es war ein Erfolg. Am Samstagmorgen feierten wir mit den Kindern der ersten Klasse der christlichen Schule in Sabalibougou den Abschluss des Schuljahres. Unser fünfköpfiges Schulkomitee hatte Eltern und Geschwister der 37 Erstklässler eingeladen. Mit dabei war Brehma Koné, der mit seiner traditionellen Ngoni (Instrument) die Kinder zum Mitsingen einlud und in der Art eines malischen Griots Fabeln und biblische Geschichten vortrug. Das war richtig klasse und die Kinder waren sofort voll dabei. 
Direktor Hesekiel S. überreichte die Bulletin de notes (Zeugnisse) und die Kinder zeigten sie stolz ihren Eltern. Es folgte ein Grußwort vom Gründer der Schule, Pastor Enoc S.. Auch uns wurde das Wort erteilt und wir haben uns für die Geduld der Kinder und das Vertrauen bedankt, das die Eltern in uns gesetzt haben. Aus den anschließenden Beiträgen der Eltern war große Zufriedenheit herauszuhören: Ihr seid mutig. Wir brauchen diese Schule in unserem Viertel. Wir sind mit den Ergebnissen unserer Kinder zufrieden. Der Älteste des Dorfes hat gleich richtig Werbung gemacht und die Eltern ermutigt, ihre Kinder für das nächste Schuljahr einzuschreiben. Christiane, als eine der Lehrerinnen, wurde am Schluss gebeten, ein Grußwort zu sagen. Die Eltern hatten sie dazu aufgefordert.
Es war ein farbenfrohes und Mut machendes Fest, das uns die Bedeutung unseres Engagements an der Schule gezeigt hat. 

dimanche 21 juin 2015

FATMES | Tag der offenen Tür

Der Tag der offenen Tür an der FATMES war ein Erfolg. Ungefähr 100 Besucher haben sich bei verschiedenen Führungen die aktuelle Baustelle des Studienzentrums angeschaut. Bei der sich anschließenden Konferenz hieß der Vorsitzende Pastor Joseph CAMARA die Teilnehmer willkommen. Der Chor der Gemeinde Missabougou trug Lieder vor und half uns der Veranstaltung einen würdigen Rahmen zu verleihen.
Das Treffen bot uns die Chance, über die Ausbildungsmöglichkeiten an der Fachschule für ev. Theologie und Missionswissenschaften in Bamako informiert und Fragen beantwortet. 

Pastor Abdias DIARRA, ehemaliger Student an der Schule und zzt. Pastor einer großen Gemeinde im Kreis Bamako, erörterte in seinem Vortrag das wichtige Thema: Die Bedeutung der theologischen Ausbildung für das Wachstum der Gemeinden. Theologisches Fachwissen ist alleine kein Garant für positive Entwicklungen in Gemeinden. Es kommt vor allem auf die geistliche Motivation an und das persönliche Engagement im Reich Gottes. Doch ohne theologische Ausbildung gelingt es nicht, die Gemeinden zu geistlich reifen Gemeinschaften zu formen, die in der Lage sind, ihren Glauben fundiert zu bezeugen. Diarra wies des Weiteren auf das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter hin. Ohne sie kann der Pastor wenig ausrichten. Das war eine wichtige Botschaft.
Der Tag wurde von dem Trägerverein APFT organisiert. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich der Verein zur Förderung der theologischen Ausbildung in Mali. 

lundi 15 juin 2015

Bamako | Sport und Gemeinde

Hinter uns liegt eine ereignisreiche und spannende Woche. Dr. Karsten Pascher, unser Direktor für Mali und Oliver Pagé, seines Zeichens ehemaliger Fußballprofi und lizenzierter Trainer, waren zu Besuch in Bamako. Sport war das Hauptthema. Wir haben uns bei den verschiedenen Treffen mit Funktionären aus dem malischen Fußballverband und mit Trainern ein Bild von der aktuellen Situation im malischen Fußball verschafft. Paul, unser Mitarbeiter und Freund, kennt die malische Fußballszene aus dem Eff-Eff. Ein Telefonanruf genügt und der Termin steht. Das war eine große Hilfe. Solch engagierte Leute sind enrom wichtig. 
Am Samstagabend waren wir zum Abschluss im Stadion und haben uns das Länderspiel Mali gegen Süd-Sudan angeschaut. Die Malier gewannen das Spiel mit 2:0. Im fernen Neuseeland schaltete einen Tag später die malische U-20 die deutsche Mannschaft aus. Es steht also nicht schlecht um den malischen Fußball. Lediglich im Verband gibt es einige Querelen. 

Darüber hinaus haben wir aber auch mit den Verantwortlichen unseres Partnerbundes der UEPEM darüber gesprochen, wie Sport als Instrument der missionarischen Arbeit genutzt werden kann. Es bestand eine grundsätzliche Offenheit für diesen Arbeitszweig, wenn auch die Ansätze und Erwartungen noch harmonisiert werden müssen. Dennoch können nicht alle Pastoren und „Gemeindefunktionäre“ mit der Idee Sportmission konkret etwas anfangen. Es herrscht hier und da Skepsis und hinter den Kulissen wird wild spekuliert. Was haben die Weißen da wieder vor? Gibt es da Geld zu verteilen? Das sind unangenehme Szenarien und wir brauchen Standvermögen und Geduld, den richtigen Rhythmus zu finden und Missverständnisse auszuräumen, damit die Vision Fuß fasst.
In der Woche hat Oliver Trainingseinheiten mit verschiedenen Teams aus Bamako und der dörflichen Umgebung geleitet. Das gab ihm die Möglichkeit zu fühlen, was es heißt mit Kindern und Jugendlichen in der Hitze und im Staub Malis Sport zu treiben und die Mentalität der Leute kennen zu lernen. Am Freitag trainierten und spielten Jugendliche aus unserer Gemeinde in Quinzambougou mit nichtchristlichen Jugendlichen aus dem benachbarten Stadtviertel Sanfil. Die Atmosphäre war offen und freundschaftlich. Die Verantwortlichen kennen wir schon länger und von daher war es relativ einfach, das gemeinsame Training zu organisieren. Nach dem abschließenden Spiel hatte ich die Möglichkeit eine sportmissionarische Andacht zu halten. Die Leute haben verstanden, dass die Zachäus-Geschichte aus dem Lukasevangelium gut in die Sportwelt hineinpasst. Jesus kümmert sich um die Außenstehenden, die lange Verletzten und bindet sie wieder ins Team ein. Er gibt ihnen eine neue Chance. Das sind Lektionen, von denen Trainer und Spieler profitieren können. Die Atmosphäre war während der evangelistischen Ansprache von großer Aufmerksamkeit geprägt. Das war richtig klasse. Wir haben gemerkt: Sport bietet eine neutrale Plattform der Integration und stellt eine großartige Möglichkeit dar, relevant und ohne große Hindernisse das Evangelium und unser Leben mit den Leuten zu teilen.
Einer der Jugendlichen aus der Gemeinde sagte uns beim Abschlussgespräch, dass er vor Jahren eine Trainerschulung im Rahmen eines sportmissioanrischen Einsatzes in Mali mitgemacht hat. Damals waren wir mit Leuten aus dem Kurs Sportmission vom Theolgischen Seminar Rheinland in Mali unterwegs. Das sind Ansätze von Kontinuität, die Mut machen.
Die Aktionsplattform BOGOWULI besteht weiter, doch wir werden jetzt erst einmal abwarten und in der beginnenden Regen- und Ferienzeit keine weiteren Aktionen starten. Wir hoffen und beten, dass die Option Sportmission bei den Verantwortlichen auf fruchtbaren Boden fällt und Gottes Geist wirkt.