lundi 25 mai 2015

Mali | Geister im Anmarsch

Bocar N’Diaye, ehemaliger malischer Botschafter und Buchautor hat in mehreren Veröffentlichungen die malische Kultur untersucht. Das malische Kastenwesen und die Herkunft der verschiedenen Ethnien waren dabei wichtige Themen. Im Auftrag des Vereins für Solidarität und die Förderung der alten Generation (AMASPA) hat er 1997 ein kleines Büchlein über die alten, traditionellen Bräuche in Mali geschrieben.
Heute möchten wir euch ein paar no gos vorstellen, tabuisierte Verhaltensweisen also,  die zeigen, wie sehr das äußere Verhalten oder bestimmte Gesten an die animistisch okkulte Vorstellungswelt in Mali geknüpft sind. 
Das Wissen um Geister und der „ängstliche Respekt“ vor ihnen kommen deutlich zum Vorschein. 
Einige Beispiele …
  • Wenn du im Busch bist, dann pass auf, dass du die Kerne einer verzehrten Frucht nicht einfach in die Gegend wirfst. Das könnte negative Folgen und erhebliche Unannehmlichkeiten nach sich ziehen. Wenn z.B. ein solcher Kern in das Auge eines sich in der Gegend befindlichen bösen Geistes fällt, wirst du dessen Fluch nicht mehr los.
  • Du darfst auch den Gebetsteppich nach dem Gebet nicht einfach liegen lassen. Es besteht nämlich die Gefahr, dass der Teufel darauf pinkelt und durch seine Boshaftigkeit den Teppich verunreinigt und für die folgenden Gebetszeiten unbrauchbar macht. Die Gebete werden in diesem Fall Gott nicht mehr erreichen.
  • Abgeschnittene Haare, Fingernägel  oder Wimpern musst du sofort vergraben. Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass dein Feind sie verwendet, um einen Fluch gegen dich auszusprechen.
  • Wenn jemand in deiner Nähe in den Tiefschlaf gefallen ist, darfst du ihn auf keinen Fall brutal wecken, so dass er erschrickt. Es kann sein, dass sein Geist (sein Doppel) auf Wanderschaft gegangen ist und noch nicht die Zeit hatte, in den Körper zurückzukehren.  Es könnte sein, dass die betroffene Person zum Idioten oder verrückt wird.

Bocar N’Diaye schließt das Kapitel und beklagt sich über die Jugend, die diese Verhaltensweisen ignoriert und sich dann wundert, warum ihnen von Zeit zu Zeit ein Unglück widerfährt. 
Christen haben da eine Alternative anzubieten. Gottes Geist überwindet die Ängste vor den okkulten Bösewichten dieser Welt. Dem auf Gebetsteppiche pinkelnden Teufel hat er schon längst eins ausgewischt ... Jesus Christus ist Sieger und hat allen fluchenden und angsteinflößenden Geistern der Welt die Macht entrissen. 

Quelle: Bocar N’Diaye. 1997. Contribution à la Connaissance des us et coutumes du Mali. Bamako : Edition Jamana

mercredi 20 mai 2015

Sabalibougou | Kinderaugen

Wenn die größere Schwester Seil springen will, dann muss jemand her, der den Kleinen auf seinen Arm nimmt. Der kleine Amadou hat heute allen die Show gestohlen mit seinem treuen Blick und den großen Augen. 
Im Vergleich zur letzten Woche hielten sich die kleinen "Prügeleien" und das "Steinewerfen" heute ziemlich im Rahmen. Der Sozialkundeunterricht von Christiane am letzten Dienstag hatte Früchte getragen. Sie hatte den Kindern etwas über das Eingestehen von Schuld, Vergebung und Rücksichtnahme erzählt. Wenn Kinder wütend werden, greifen sie gerne zum erst besten Stein und zielen auf den Kontrahenten. Und dann geht das Geschrei los ... heute war alles etwas friedlicher.
Vor dem Spielen hatte Alfred die Geschichte vom Verrat des Petrus erzählt. Als dabei herauskam, dass dieser Typ Jesus, seinen besten Freund, sage und schreibe dreimal verraten hatte, war der Protest groß. "Das geht nicht. So was macht man nicht", schrien sie in den Raum. Mit dem Verhalten von dem Jünger Jesu waren die Kinder absolut nicht einverstanden. Recht haben sie.

Als wir auf das Thermometer schauten, fanden wir heraus, dass es seichte 45 Grad warm war. Jetzt wussten wir, warum wir den ganzen Tag aus dem Schwitzen nicht heraus kamen...

dimanche 17 mai 2015

Sabalibougou | im Namen Jesu: Stehe auf!

In vielen malischen Gemeinden ist es üblich, im Gottesdienst eine Zeit für Berichte über Erlebnisse und Gebetsanliegen einzuräumen. Auch in unserer kleinen Gemeinde in Sabalibougou war das heute Morgen der Fall. Pierre C., ein junger Taxifahrer, erzählte uns eine ergreifende Geschichte.
Im Stadtteil Magnambougou im Osten der malischen Hauptstadt Bamako ist er mit seinem Taxi unterwegs. Er wird zu einem Haus beordert, wo ein Mann ihn bittet, ihn und seine Frau ins nächste Krankenhaus zu bringen. Die Frau kann sich nicht mehr bewegen und liegt zitternd auf dem Teppich. Der Versuch, sie zu heben und transportfähig zu machen misslingt. Der Ehemann ist äußerst beunruhigt und fürchtet das Schlimmste. Er bittet Pierre, schnell einen Arzt zu holen. Gesagt, getan.
In der nächsten Krankenstation trifft Pierre auf einen Arzt, der ihm aber zu verstehen gibt, dass „das Budget nicht ausreiche, um Krankenbesuche zu machen“. Was machst du in einer solchen Situation?
Pierre fährt zurück ins Haus der schwerkranken Frau. Er besinnt sich auf seinen christlichen Glauben und bietet der muslimischen Familie an, für die Frau im Namen Jesu zu beten. Sie sind einverstanden. „Jesus hat damals Menschen geheilt. Wieso sollte er es nicht auch heute tun?“, berichtet Pierre. Er legt ihr die Hände auf und bittet Jesus mit einfachen Worten, die Frau zu heilen. Nach dem Gebet sagt er zu der Frau, die auch während des Gebets die Hände ausgebreitet und zitternd auf dem Boden lag: „Im Namen Jesu sage ich dir: Stehe auf!“
Langsam bewegt die Frau ihre Arme. Sie zieht die Knie hoch. Plötzlich reißt sie ihren Kopf zur Seite und fängt laut hustend an zu erbrechen. Nicht gerade ästhetisch. Doch danach steht sie mit Hilfe der beiden Männer auf. Die Fahrt zur nächsten Krankenstation hatte sich erübrigt. Der Frau ging es erheblich besser. Sie war geheilt. Später ist Pierre noch einmal zu Besuch dort gewesen, um zu grüßen und sich zu erkundigen.
Wie schwer die Frau wirklich erkrankt war können wir nicht beurteilen. Aber der Mut des Glaubens und das Gebet im Namen Jesu sind beeindruckende Zeugnisse eines jungen überzeugten Christen. Er hat Jesus einfach beim Wort genommen ...
Jesus tut Wunder. Er greift ein. Er heilt. Das einfache aber glaubensstarke Gebet unseres Freundes ist erhört worden.

samedi 16 mai 2015

Missionspraxis | Armut ist kein Teufelskreislauf

Armut wird oft als ein Teufelskreislauf beschrieben. Es scheint kein wirkliches Packende zu geben, kein Ansatzpunkt, um Armut nachhaltig zu bekämpfen. Natürlich wird der terminus Teufel hier nur metaphorisch verwendet, um die menschliche Ausweglosigkeit zu kennzeichnen. Die wenigsten Entwicklungsexperten glauben ernsthaft daran, dass der „Typ in der Hölle“ wirklich existiert. Doch wie wäre es, wenn wir es mit dem Teuflischen etwas ernster nehmen und der Annahme Raum lassen würden, dass es bei der Überwindung von Armut Hindernisse gibt, die offenbar eine satanisch dämonische Dimension haben.
Es gibt sehr viele Rahmenbedingungen, die es zu ändern und zu entwickeln gibt, damit es gelingt, den Kreislauf aufzubrechen. Meist ist auch Geld, viel Geld im Spiel. Doch, je länger ich mir die Umstände in Mali, also einem sogenannten klassischen Entwicklungsland, anschaue, umso mehr drängt sich mir die Überzeugung auf, dass Armut und Armutsbekämpfung (also Entwicklung) in erster Linie sehr wenig mit Finanzen und Geld zu tun haben. 
Um einen Teufelskreislauf aufzusprengen braucht es logischerweise eine Kraft, die es mit dem Teuflischen auf Augenhöhe aufnehmen kann.

Um Armut nachhaltig in den Griff zu bekommen, bedarf es in erster Linie einer transformierten Mentalität. Erst dann macht der Einsatz von Finanzen Sinn. Nachhaltige Entwicklung hemmende Faktoren, die in der Kultur und im jeweiligen Weltbild verborgen liegen, müssen als solche analysiert und in Entwicklungsstrategien einbezogen werden.

Den kompletten Artikel zum Thema gibt es hier: Armut ist kein Teufelskreislauf

jeudi 14 mai 2015

Sabalibougou | Mauerbau


Die Arbeiter sind ganz schön auf Zack. Binnen weniger Tage wurden nach der Anlieferung des Baumaterials die Mauern hochgezogen. Wir sind froh, dass Sand und Kies noch vor der Regenzeit angeschafft werden konnten, denn während der Regenzeit wird der aus dem Flussbett gewonnene Sand erheblich teurer. 
Am Mittwochnachmittag haben wir das Team vor Ort getroffen. „Bis zum Wochenende werden wir fertig“, versicherten sie uns. „Es müssen nur noch die Betonpfeiler gegossen werden, damit die Mauer die nötige Stabilität erhält“.
Wenn die Projektkasse der Schule demnächst über das nötige Kleingeld verfügt, kann die Mauer verputzt werden.
Die nächsten Bauabschnitte sind: Anschaffung von Bänken für den zweiten Klassenraum, Ausbau des dritten Klassenraums.

Das Schuljahr an der christlichen Schule in Sabalibougou geht noch bis Ende Juni. 

mercredi 13 mai 2015

Mali | Missionsarbeit ist integrierte Teamarbeit

Die Fähigkeit und der Wille zur Teamarbeit wird von Arbeitgebern oft als „alternativlose Mitarbeiterkompetenz“ eingefordert. Teams funktionieren jedoch nur, wenn die Personen, die ihnen angehören zueinander passen, eine Vision teilen und im aufeinander abgestimmten Rhythmus an einem Strang ziehen. Das ist aber auch in der Teamarbeit unter Christen längst nicht selbstverständlich. 
Es gilt: Jeder im Team soll das Gefühl haben, dass er wichtig ist, dass seine Meinung zählt und dass jeder am Erfolg der gemeinsamen Arbeit Anteil hat. Wichtig ist auch, dass jeder im Team versteht: Ich kann nur in dem Maße etwas erwarten wie ich bereit bin zu geben und in andere zu investieren. Zusammengewürfelte Teams funktionieren meist nicht. Unsere langjährige Erfahrung in der Missionsarbeit zeigt uns, dass die Zusammensetzung von Teams oft dem Zufall überlassen wurde bzw. davon ausgegangen wurde: Kollegen haben als Team zu funktionieren. Teamarbeit birgt auch das Potential, persönlich zu wachsen. Wir lernen durch Reibungen auch von anderen, lernen Abstriche zu machen und werden dadurch reifer. Doch das ist m.E. nicht das vorderste Ziel von Teamarbeit. Nicht die Gruppentherapie steht im Vordergrund. Das vorderste Ziel ist es, miteinander zu arbeiten und etwas gemeinsam zu erreichen.
In der Missionsarbeit ist das Team ein aktiver Zusammenschluss von Personen, die eine gemeinsame Aufgabe haben und ein gemeinsames Ziel auf der Grundlage biblischer Werte erreichen wollen. Deshalb müssen Teams Zeit haben, sich zu formieren.
In der interkulturellen Beziehung zeigt sich, dass Malier vom Missionar oft erwarten, dass er das Projekt initiiert und zu dessen Umsetzung ein dynamisches Team zusammenstellt und wenn möglich sich auch für die Finanzierung ins Zeug legt. In Mali werden Missionare in der Zusammenarbeit oft als die "großen Brüder" angesehen. Diese Rolle ist in der afrikanischen Soziologie fest umrissen. Der "große Bruder" hat einzuspringen und da zu sein, wenn die jüngeren Mitglieder der Gemeinschaft in Schwierigkeiten geraten sind. Wir kennen das aus malischen Familien und wissen auch, wie sehr die "großen Brüder" oft ausgenutzt werden und unter ihrer Rolle leiden. In der Missionsarbeit sieht das dann so aus: Wir, die Pastoren und einheimischen Leiter haben meist alles im Griff und entscheiden selber, aber wenn das Geld fehlt, dann hilf uns bitte. Im finanziellen Bereich auszuhelfen ist kein Problem, wenn diese Hilfe nicht isoliert geschieht, sondern eingebettet ist in eine ganzheitliche geistliche Partnerschaft, die von Gemeinschaft und gegenseitigem Geben und Nehmen geprägt ist.

Als wir im Sommer 2014 nach Mali zurückgekehrt sind, haben wir für uns beschlossen, dass wir, wenn immer möglich, den Spieß umdrehen.
  • Wir wollen in erster Linie bestehende Projekte und Initiativen begleiten und müssen nicht deren Erfinder sein.
  • Wir müssen nicht die Chefs sein und auch nicht im Mittelpunkt stehen.
  • Wir stehen deswegen all den Wünschen und Perspektiven skeptisch gegenüber, wo wir in der Gefahr stehen, einseitig in die Rolle des Strategen und Geldbeschaffers gedrängt zu werden.
  • Wir wollen auch einfach Schwestern, Brüder und Mitarbeiter sein dürfen.
  • Wir wollen uns als Menschen und Mitchristen mit unseren Gaben einbringen. Wir sind da auf einem guten Weg. Ob es immer so funktioniert, wie wir uns das gedacht haben, das wird sich zeigen.
Wie arbeiten wir mit malischen Mitarbeitern und Kollegen zusammen?
Wir integrieren uns in schon bestehende Strukturen, begleiten dort Mitarbeiter und klinken uns in Arbeitsprozesse ein. Neue Arbeitszweige entwickeln wir gemeinsam und versuchen sie sinnvoll in vorhandene Strukturen zu integrieren. So wird Nachhaltigkeit und Gemeinschaft gewährleistet. Integrative partnerschaftliche Zusammenarbeit ist für uns keine Option, die unter anderen Strategien der Zusammenarbeit auszuwählen wäre. Auch wenn Integration immer anspruchsvoll bleibt und nicht immer gelingt, soll sie doch immer unser Ziel sein, das wir in der interkulturellen Teamarbeit anstreben. Hier gilt: der Weg ist das Ziel.
Nicht die Parallelstruktur, auch wenn sie vielleicht einfacher umzusetzen ist, sondern die integrative Partnerschaft reflektiert am ehesten den biblischen Gedanken der Koinonia und des Leibes Jesu Christi (1Kor 12,14ff).

Und wie sieht das praktisch aus?
Missionsarbeit ist internationale Teamarbeit. Das zeigt die erste Graphik. Als Missionare sind wir eingebettet in das internationale Team der Allianz-Mission. Zum Team gehören aber auch unsere Freunde und die Gemeinden in Deutschland, die für uns beten, die mitdenken, und uns praktisch unterstützen. Hinzu kommt das nationale Team der Allianz-Mission in Mali. Die alltägliche Arbeit wird jedoch vorwiegend durch die vielfältige Zusammenarbeit mit Maliern vor Ort geprägt. 

Die zweite Graphik zeigt, in welchen Arbeitsbereichen wir uns in Mali zzt. betätigen und mit welchen Personen wir jeweils ein Team bilden.
  • Die Gefängnisarbeit und die Arbeit mit Straßenkindern bestanden schon vor unserer Ankunft in Mali. Wir sind dort Mitarbeiter und leisten unseren punktuellen Beitrag, ohne die Gesamtstrategie zu beeinflussen oder in Exekutivkomitees zu sitzen. Zweimal im Monat treffen wir uns donnerstags mit den Kindern und lesen mit ihnen in der Bibel, tauschen uns aus und beten. Anschließend wird gespielt. Die Gespräche mit den Hauseltern geben uns Einblicke in den Alltag der Straßenkinder-WG.
  • Die christliche Schule in Sabalibougou wurde von einem malischen Pastor gegründet. Wir helfen in der Verwaltung mit. Christiane unterrichtet Sozialkunde und gemeinsam bieten wöchentlich wir eine AG "Spiel und Bibel" an.
  • Die christliche Literaturarbeit wurde von uns vor Jahren im Rahmen des Vereins für christliche Kultur und Kommunikation initiiert. Die Leitung haben längst andere übernommen. Jetzt sind wir Mitarbeiter und helfen bei der Herausgabe einer theologischen Zeitschrift mit. Im Mai soll die erste Nummer erscheinen.
  • Die theologische Fachschule FATMES besteht schon seit über zehn Jahren. Wir waren bei der Gründung beteiligt. Heute wird sie von einem afrikanischen Dekan geleitet. Hier arbeiten wir auf seine Bitte hin in der Bibliothek mit und helfen beim Unterrichten missionstheologischer Fächer. Außerdem bringt sich Alfred als Sekretär im Trägerverein der Schule und in einer technischen Arbeitsgruppe innerhalb der Schule ein, die Ideen entwickelt und dem Dekan unter die Arme greift.
  • Das Engagement im Rahmen der missionarischen Gemeindeaufbauarbeit geschieht aufgrund eines Vorschlags seitens des Kreisvorstehers unseres Gemeindebundes vorwiegend im Raum Bamako. Hier predigen wir und gestalten einen Bibelgesprächskreis. Wir besuchen unseren Pastorenkollegen aus dem Nachbardorf und tauschen uns über die gemeinsame Arbeit aus. Mit offiziellen Sitzungen, wo über die großen strategischen Leitlinien der regionalen oder nationalen Gemeindearbeit entschieden wird, haben wir nichts zu tun. Außerdem beteiligen wir uns an mnatlichen missioanrischen Einsätzen im Einzugsgebiet von Dangassa.
  • Die Idee einer missionarischen Sportarbeit ist in Mali entstanden. Wir stehen im Kontakt mit der sportmissionarischen Organisation EPHRATA, unser Team Bogo Wuli ist jedoch in die Jugendarbeit unseres Gemeindedistrikts integriert. Wir tragen gemeinsam Ideen zusammen und verwirklichen sie in enger Zusammenarbeit mit den Jugendkreisen, den Gemeinden und sportinteressierten Menschen in den Stadtvierteln. Wir motivieren die Gemeinden, Sportteams zusammenzustellen und beteiligen uns mit ihnen an Turnieren und missionarischen Einsätzen.

mardi 12 mai 2015

Dangassa | trauriger Tag in der Hitze

Am Sonntag haben wir noch gemeinsam Gottesdienst gefeiert und anschließend die Hände in die Essensschüssel getaucht. Der missionarische Einsatz am Wochenende war zu Ende gegangen. Noch am Sonntagabend haben hunderte Dorfbewohner den Jesusfilm angeschaut. Es war eine ermutigende  Erfahrung.
Einen Tag später erhielten wir die traurige Nachricht, dass Moussa C., einer der Säulen und Ältesten der jungen Gemeinde in Dangassa plötzlich verstorben ist. Unser Kollege Enoc S. besuchte uns zu Hause und teilte uns die Nachricht mit.
Ein befreundeter Schreiner zimmerte noch am gleichen Tag einen Sarg zusammen. Am nächsten Morgen machten wir uns um 6.00 Uhr auf die zweistündige Reise. Den Sarg hatten wir aufs Dach geschnallt. Die Beerdigung sollte um 10.00 Uhr stattfinden. Einige Pastoren und Mitglieder des Kreisvorstandes unseres Gemeindebezirks begleiteten uns. Als wir eintrafen, war der Hof schon voller Leute. Die Frauen der Familie waren im Haus. Draußen saßen Männer und Frauen schweigend auf Stühlen oder auf ausgerollten Matten.
Gemeinsam haben wir die Beileidsbekundungen ausgesprochen und den Leichnam in den Sarg gelegt. Der Gottesdienst fand im Hof des Verstorbenen statt. Moussa C. gehörte dem Dorfrat an und ihm hat das Dorf, was die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre angeht, viel zu verdanken.
Die Leute aus Dangassa sind vorwiegend Muslime, aber mit einem starken Hang zu animistischen Praktiken. Wir haben die Herrschaft Jesu über den Tod proklamiert, Lieder gesungen und für die Hinterbliebenen gebetet. Der Pastor der Gemeinde verwies in einem Grußwort auf einige wichtige Stationen im Leben von Moussa. Der Bruder ist knapp 70 Jahre alt geworden. Er hat sich erst 2007 für ein Leben mit Jesus entschieden und wurde 2009 in Bamako getauft. Bevor er Christ geworden ist, hatte er schon drei Frauen geheiratet, mit denen er 19 Kinder gezeugt hat. 
Nach der Trauerfeier gingen wir in sengender Hitze gemeinsam zum Grab, das einige Jugendliche des Dorfes inzwischen ausgehoben hatten. Am Grab habe ich einige Verse aus Johannes 11 vorgelesen und ermutigende Worte der Hoffnung weiter gegeben und anschließend ein Gebet gesprochen.  Alle sind vor Ort geblieben, bis der Sarg unter einem Haufen Dreck begraben war.

Uns ist bewusst: Tod ist immer schmerzlich. Abschiednehmen tut weh. Doch wir wissen auch, dass die Hoffnung zuletzt stirbt und dass es ein Leben nach dem irdischen Tod gibt. Daran hat Moussa C. geglaubt. Wir hoffen und beten, dass der Tag das Dorf wachrüttelt, die Leute ins Nachdenken kommen und die kleine Gemeinde weiter wächst. Die Pastorenfamilie vor Ort war sehr schockiert. Wir beten auch für sie, dass sie die Hoffnung nicht aufgibt und sich weiter missionarisch engagiert. Es ist schwer, einen wichtigen und einflussreichen Mitarbeiter einer Gemeinde zu verlieren, besonders wenn die Gemeinde noch jung und klein ist.

dimanche 10 mai 2015

Dangassa | missionarischer Einsatz zwischen Staub und Regen

Ca. 2 Stunden Autofahrt liegen hinter uns. 45 km auf einer geteerten Straße, und den Rest haben wir auf einer verstaubten, mit Schlaglöchern übersäten Piste zurückgelegt. Unser Team war sehr gemischt: zwei Fußballer, eine Krankenschwester, ein Techniker ein Musiker und ein Evangelist – vier Malier und zwei deutsche Missionare. Pastor Camara und seine Familie erwarteten uns mit einem lecker zubereiteten Mittagessen. Unsere Kollegen waren aus dem Häuschen. Herzliche Begrüßung und Umarmungen bei unserer Ankunft. Die kamerunische Missionarsfamilie tut ihre Arbeit schon seit 2008. Dangassa liegt ziemlich abgelegen und die Gemeindegründungsarbeit verläuft sehr schleppend. Da ist es eine große Ermutigung, wenn ein Team zur Verstärkung und Unterstützung anreist.

Das Programm verlief ziemlich normal und alles begann sehr hoffnungsvoll …
16.30 Uhr: Fußballmatch organisiert von unserer sportmissionarischen Aktionsgruppe BogoWuli. Vor dem Match habe ich eine evangelistische Ansprache gehalten und nachher das Spiel als Schiedsrichter gepfiffen. Leider gab es in der zweiten Halbzeit eine Augenbrauenverletzung. Doch der junge Mann kam gegen Ende des Spiels mit einer genähten und gut versorgten Platzwunde wieder auf den verstauben Sportplatz zurück. Alles halb so schlimm …

19.00 Uhr: Inzwischen hatte sich Brehma K. mit seinem Instrument ins Studio des nahegelegene lokalen Radios begeben, um dort christliche Lieder und biblische Geschichten in Bambara im Stile eines Griots vorzutragen und ein Interview zu gegeben. Der lädierte und in die Jahre gekommene Adpater seiner Ngoni (traditionelles Kalebasseninstrument) musste zuvor für die Aufnahmen im Studio repariert werden. Einen pfiffigen Bastler findet man überall … und das Problem war schnell gelöst.

20.30 Uhr: Abendessen im Hof des Pastors, Gebet und letzte Vorbereitungen für die Filmvorführung in der Nacht.

… sehr hoffnungsvoll, bis der Regen kam
21.30 Uhr: Beginn des Aufbaus der Anlage und der Leinwand. Das, was wir befürchtet und beim Blick auf die immer schwärzer werdende Wolkenwand geahnt hatten, trat ein. Stärker werdende Blitze am Himmel und Donnergrollen in der Ferne. Ein paar Tropfen, die sich dann zu einem handfesten Platzregen verwandelten. Da ging nichts mehr. Der Platz stand binnen weniger Minuten unter Wasser. Alle Sachen in Sicherheit bringen und die Aktion abblasen. Das war einerseits traurig, doch die Abkühlung durch den bis in die Nacht anhaltenden Regen haben wir trotzdem genossen. Es gab einen Temperatursturz von 20 Grad. Es war der heftigste Regenfall zu dieser Jahreszeit, den wir bisher in Mali erlebt haben. Die Filmvorführung und evangelistische Ansprache werden am Sonntagabend nachgeholt. Zwei Leute unseres Teams bleiben bis Montagfrüh vor Ort. Regen hin oder her … der Einsatz soll zu einem guten Abschluss gebracht werden.
Das mitgebrachte und bereits im Hof aufgebaute Zelt konnten wir gleich wieder einpacken. 
Nach einem Plausch auf der Veranda, trafen wir die letzten Vorbereitungen für den nächsten Tag. Nachdem wir in einer Gemeinschaftsaktion einen riesigen schwarzen Skorpion erlegt hatten, konnten wir beruhigt unsere Schlafplätze im Haus der Pastorenfamilie aufsuchen.






Gottesdienst im überschaubaren Rahmen
Nach dem Frühstück stand am nächsten Tag der Gottesdienst auf dem Programm. 
Zwei Leute aus unserem Team haben die Leitung übernommen und ich die Predigt. Der Text aus Lukas 5 – der Fischfang des Petrus, lag der Predigt zugrunde. Gepredigt habe ich in Bambara und wurde von einem unserer Leute in Französisch übersetzt. 

Die Gemeinde ist noch sehr klein. Zunächst stehen die Bänke verloren und leer im Gottesdienstraum. 
Als Missionar und Gemeindegründer fragst du dich jeden Sonntag: Werden die Leute kommen und das Angebot des Gottesdienstes nutzen?
Pauline, die Frau des Pastors, brachte das Ringen um die Menschen im Dorf in einem Gebetsanliegen auf den Punkt. "Es kommen viele Kinder", sagte sie, "und einige Männer, aber erstaunlicherweise keine erwachsenen Frauen. Wir wünschen uns so sehr, dass ganze Familien zum Glauben kommen!"
Auch für uns, das sechsköpfige Team aus Bamako, war die Begegnung eine Ermutigung. Der Älteste der Gemeinde, Moussa C., sagte: "Es ist eine Ehre für uns, dass ihr den langen und mühsamen Weg auf euch genommen habt. Es ist der Weg Gottes und seine Mission, die uns zusammenführen. Gottes weltweitem Wirken haben wir es zu verdanken, dass deutsche Missionare uns hier im malischen Hinterland besuchen und unterstützen. Großartig!"

Uns wurde bewusst, Gemeindegründungsarbeit ist harte Knochenarbeit. Steinige Wege sind zurückzulegen und es braucht langen Atem, Unterstützung im Gebet sowie praktische Hilfe. Unsere Kollegen lassen sich trotz der geringen Fortschritte nicht entmutigen. Dangassa ist ein strategisch wichtiger Ort in der Gegend und von daher lohnt sich der Einsatz.

Wir bewundern Menschen, die bereit sind, klein anzufangen, komplizierte Nischen zu entdecken und zu besetzen, Menschen, die Pionierarbeit leisten und es anderen überlassen, sich in die gemachten Nester zu setzen. 
Deshalb ist es uns ein großes Anliegen die kamerunischen Missionare in Dangassa, die dort als lutherische Pastorenfamilie in Kooperation mit den UEPEM-Gemeinden in Bamako Gemeindegründungsarbeit leisten, im Gebet und, soweit es unsere Zeit erlaubt, auch tatkräftig zu unterstützen.

vendredi 8 mai 2015

Missionstheologie | Ohne Evangelisation geht es nicht

Lebendiges Gemeindeleben kommt ohne Evangelisation nicht aus. Und auch in der missionarischen Arbeit spielt Evangelisation natürlicherweise eine zentrale Rolle. Dennoch dürfen Mission und Evangelisation nicht undifferenziert gleichgestellt und als synonyme biblische Konzepte betrachtet werden.
Gewollt oder ungewollt wird bei der Gleichsetzung der Begriffe Evangelisation und Mission suggeriert, dass die verbale Verkündigung des Evangeliums die alle anderen Aspekte dominierende Größe in der Weltmission ist.  
Doch gerade in der Lausanner Bewegung ist in den 1970er und 1980er Jahren eine heiße Debatte um die Bedeutung der Evangelisation im Verhältnis zu den anderen Bereichen missionarischen Handelns und Reflektierens entbrannt. 
Gesellschaftsrelevante Faktoren, wie das sozialdiakonische Engagement, der Einsatz für Menschenrechte oder entwicklungspolitische Maßnahmen im Kontext missionarischen Handelns wurden von den einen zur „Nebensache“ oder Folgeerscheinung evangelistischer Tätigkeit erklärt und von den anderen als gleichwertiger Faktor neben der klassischen Evangelisation und Gemeindegründung angesehen. 
Es steht fest: Evangelisation hat eine zentrale Bedeutung für die Mission. Dennoch wird in der aktuellen Diskussion deutlich, dass die alten Grabenkämpfe zwischen konservativ-klassisch-evangelikalem Lager und progressiv-postmodern-postevangelikalen Protagonisten immer noch existieren. 
Neben der klassischen, in die Jahre gekommenen Fragestellung nach dem Verhältnis zwischen Evangelisation und sozialer Verantwortung, steht die kontroverse Debatte um das Verhältnis von Gesellschaftstransformation und Reich Gottes. Auch dieser Aspekt wurde schon seit den 1960er Jahren missionstheologisch diskutiert und endete in einer scharfen Auseinandersetzung zwischen ökumenisch gesinnten Theologen und Evangelikalen.

Im Rahmen unseres Themas stellen sich einige Fragen:
Welche Bedeutung hat die Evangelisation im Kontext postmoderner Missionstheologie?
Wie soll der Begriff der Evangelisation inhaltlich gefüllt werden?
Macht es Sinn, zwischen Evangelisation und Mission zu unterscheiden? Wenn ja, wie könnte der Unterschied definiert werden? 

Im folgenden Aufsatz werden einige Antworten zur Diskussion gestellt. Den kompletten Artikel gibt es hier: Ohne Evangelisation geht es nicht

Der Artikel ist erschienen in:
Meier, Alfred. 2014. Evangelisation - ohne geht es nicht! - Anmerkungen zur Theologie der Evangelisation im Kontext missionarischer Arbeit, in: Michel, Reimer, Spohn (Hg.). 2014. Christus für die Welt. Theologische Beiträge zur Mission und Gemeindegründung, Witten: Bundes-Verlag. 151-186

mercredi 6 mai 2015

Sabalibougou | die Bauarbeiten gehen weiter

Auf dem Grundstück der kleinen christlichen Schule Pas à Pas (dt. Schritt für Schritt) in Sabalibougou wird weiter gebaut. Gestern wurden Sand und Kies angeliefert. Heute haben die Arbeiter mit der Anfertigung von Zementsteinen begonnen. Eine ziemlich mühsame Angelegenheit bei über 40 Grad im Schatten. Unser Ziel ist es, den Schulhof besser zu schützen und mit einer Mauer zu umgeben. Wir sind Gott dankbar, dass es an der Schule immer Schritt für Schritt vorwärts geht - ohne große Projektanträge und administrativen Aufwand. Gott versorgt uns mit den nötigen MItteln und dafür sind wir ihm und den Gebern dankbar. Die Spenden, die wir erhalten, werden auf ein Projektkonto eingezahlt. Das Schulkomitee entscheidet dann über die nächsten Schritte. 
Auf dem Grundstück herrschte heute buntes Treiben. Ca. 40 Kinder waren heute dabei. Die Aufmerksamkeit beim Erzählen der biblischen Geswchichte war in den letzten beiden Wochen sehr gut. Das macht richtig Spaß. Nach dem Bibelunterricht geht es rauß in die Hitze. Seilhüpfen, Versteckenspielen und Gummitwist stehen bei den Mädchen zzt. ganz hoch im Kurs. Die Jungs vergnügen sich beim Fußballspiel. Das alles ist in der heißen Zeit ziemlich anstrengend - auch für uns Erwachsene. 

mardi 5 mai 2015

Missionspraxis | Lokal, kreativ, nachhaltig

Christliche Schulen zu gründen gehört schon seit Jahrhunderten zum missionsstrategischen Repertoire christlicher Missionsagenturen in Asien, Lateinamerika oder Afrika. Das ist also eher gewöhnlich. Ungewöhnlich ist die Entstehungsgeschichte der kleinen christlichen Schule in Sabalibougou, die in der Nähe der malischen Hauptstadt Bamako von Pastor Enoc Sagara ins Leben gerufen wurde. Es ist kein westliches Projekt. Nicht ein Budget und ein Projektantrag standen am Anfang, sondern die Vision und der Mut zur Eigeninitiative.

Mit Recht werden die gängigen Strategien der Entwicklungspolitik kritisch unter die Lupe genommen und einer harten Prüfung unterzogen. Experten denken sich Alternativen aus und spülen sie auf den entwicklungspolitischen Markt. Doch bevor diese neuen Ideen und Strategien das kleine Dorf Sabalibougou erreicht hatten, hatte Pastor Enoc schon längst seine Vision konkretisiert und Hand angelegt. Während weltweit Konzepte von Beyond-Aid und der Zukunft der Entwicklungsarbeit diskutiert werden, hatte Enoc schon seit Jahren eine Schweinezucht laufen, die für die hiesigen Verhältnisse beträchtliche Gewinne abwarf. Davon profitierte zunächst seine Familie und sie halfen, das schmale Pastorengehalt aufzubessern. Doch daneben wurde die Grundlage geschaffen für lokal initiierte Projekte z.B. im Bildungssektor.

Und so geht die Geschichte weiter: Lokal, kreativ, nachhaltig

lundi 4 mai 2015

Missionstheologie | Das Konzept der Vulnerable Mission unter der Lupe

Ein guter Freund schickte mir neulich den Aufsatz von Christine Gühne (Verletzliche Mission: Mit lokaler Sprache und vorhandenen Ressourcen zu nachhaltiger Veränderung, em) auf meinen PC. Dort stellt die Autorin den vom Briten Jim Harries entwickelten Ansatz der Vulnerable Mission (dt. Verletzliche Mission) vor. Harries selbst lebt seit Ende der 1980er als Missionar und Entwicklungshelfer in Kenia, hat Artikel und Bücher zum Thema veröffentlicht und lädt auf der Plattform „Alliance for Vulnerable Mission“ zu Diskussion und Beiträgen ein (www.vulnerablemission.org).
Gühne fasst den mittlerweile viel berücksichtigten Ansatz wie folgt zusammen
„Verletzliche Mission ist ein Versuch, materielle Ressourcen und westliches Überlegenheitsgefühl abzulegen, um verletzlich zu werden und Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, so wie Christus seine himmlische Herrlichkeit verließ, um ganz Mensch zu werden. Eine zentrale Rolle spielen dabei der Gebrauch lokaler Sprachen und der weitgehende Verzicht auf materielle Ressourcen aus dem Ausland.“ (Gühne, S. 1)

In einem Blogeintrag von Jim Harris ist zu lesen: „Die „Allianz für Verzichtende Mission“ tritt dafür ein, dass Missionare (bzw. Entwicklungshelfer) ihren Dienst oder ihre Projekte in Entwicklungsländern so durchführen, dass sie ohne Fremdsprache und ohne ausländische finanzielle Unterstützung auskommen. Stattdessen befürwortet sie die Verwendung von einheimischen Sprachen und Mitteln. Dadurch ist der Missionar dazu gezwungen, sich mit den gleichen Schwierigkeiten auseinanderzusetzen wie die Menschen vor Ort. Das wiederum erlaubt ihm, Arbeitsweisen aufzuzeigen, die auch unter den örtlichen Gegebenheiten realistisch sind.“
Das theologische und praktische Anliegen des erwähnten Ansatzes kann ich grundsätzlich bejahen und nachvollziehen. Auch aus psychologischer Sicht ist es gerade im afrikanischen Kontext wichtig, dass der Missionar gegen Komplexe und das Gefühl der Überlegenheit vorgeht. Doch ich habe hier und da meine Anfragen an die Enge und die innere Logik der Begründung sowie die einseitigen Folgerungen, die daraus für die Praxis gezogen werden.

In einem längeren Artikel habe ich mich daher mit dem Thema auseinandergesetzt. Hier weiterlesen: Das Konzept der Vulnerable Mission unter der Lupe