mardi 29 juillet 2014

Rückkehr nach Mali | weil Jesus uns sendet


Unsere langjährigen Freunde und erfahrenen Malimissionare Gerlind und Karsten Pascher haben folgendes Lied anlässlich unserer Aussendungsfeier am 6.7. für uns geschrieben. Tolle Idee und ein Text der ermutigt und zeigt, worauf es wirklich ankommt. 

Ihr geht nicht, weil ihr erkannt habt, dass es wichtig ist und gut,            
nicht zuerst aus Überzeugung, dass ein guter Christ das tut                             
und dass Weltmission untrennbar ja zur Nachfolge gehört                                
und Gemeinde nur im eignen Saft euch ganz empfindlich stört.            
Es ist nicht der feste Wille nicht die Erkenntnis, die euch treibt.            
Es ist nicht ein Ideal, was übrig bleibt.                                                 

Nein, weil Jesus euch sendet, geht ihr los.                                           
Nur weil Er euch beauftragt, macht ihr euch auf den Weg!                    

Ihr geht nicht, weil man in Mali eure Unterstützung sucht,
nicht weil man euch dringend brauchte, habt ihr euren Flug gebucht.
Eure Gaben, eure Kenntnis bringt ihr gerne dort mit ein,
doch die Basis eurer Arbeit kann nicht euer Wissen sein.
Es ist nicht der Ruf von drüben, nicht der Bedarf im andern Land,
dass man für den Job vor Ort niemanden fand.

Nein, weil Jesus euch sendet, geht ihr los.
Nur weil Er euch beauftragt, macht ihr euch auf den Weg!

Ihr geht nicht, weil Jesus Christus keine andre Lösung sieht,
wie er unerreichte Menschen sonst in seine Nähe zieht.
Es ist nicht, dass er verzweifelt nach Bereitschaft Ausschau hält,
auch nicht weil ihm euer Einsatz, euer Engagement gefällt.
Nicht dass Gott euch dringend brauchte – er käm' auch ohne euch zurecht.
Selbst die Steine können schrein, wenn ihr nicht sprecht.

Nein, weil Jesus euch sendet, geht ihr los.
Nur weil Er euch beauftragt, macht ihr euch auf den Weg!

Dass der Heilige Geist – die Richtung euch weist – und euch sicher macht und fest auf eurem Weg,
wenn ihr suchend Gott fragt –  eure Zweifel ihm sagt –  wenn ihr mutlos seid... das ist unser Gebet!

Es ist nicht, dass man in Deutschland nicht Verwendung für euch hätt'
auch idyllisch mit Familie fändet ihr hier sicher nett.
Ja an sinnvoller Beschäft'gung mangelt es ganz sicher nicht
und dass ihr jetzt einfach aussteigt, darauf ist niemand hier erpicht.
Der Entschluss uns zu verlassen ist weder Frust noch ist es Flucht,
nicht weil ihr schon lange Zeit was Neues sucht

Nein, weil Jesus euch sendet, geht ihr los.
Nur weil Er euch beauftragt, macht ihr euch auf den Weg!

lundi 7 juillet 2014

Friedberg | Ausgesandt und reich beschenkt

Für uns war es ein denkwürdiger Tag. Am 6. Juli fand in der Freien ev. Gemeinde Friedberg unser Aussendungsgottesdienst statt. Knapp 300 Freunde und wertvolle Menschen aus unseren Familien und Gemeinden, in denen wir die letzten Monate im Reisedienst unterwegs waren, waren dabei. 
Wir haben die Gastfreundschaft der Friedberger sehr genossen und danken ihnen und dem Gemeindepastor Markus Orth herzlich für alle Vorbereitungen und die tolle Atmosphäre im Gottesdienst und beim Imbiss danach.
Pastor Markus Orth          Präses Ansgar Hörsting
Wir haben uns sehr gefreut, dass aktuelle und ehemalige Seminaristen vom Theologischen Seminar Rheinland in großer Zahl dabei waren. Wir haben gespürt, dass sie ihr Herz mitgebracht haben und wie sehr sie uns ermutigt haben.
Es ging natürlich um Mission, es ging um Mali und unsere Rückkehr in dieses westafrikanische, von politischen Krisen geschüttelte Land, deren Menschen uns sehr viel bedeuten und wo wir unsere Arbeit in den verschiedenen Bereichen fortsetzen wollen.
Für uns war es aber auch ein Tag voller Emotionen. Wir hatten es im Vorfeld schon kommen sehen, dass uns bei unseren Abschiedsworten hier und da die Stimme brechen würde und Tränen unsere Augen bewässern. Aber wir haben uns gesagt: Da müssen wir jetzt durch. Das gehört dazu. Und so kam es dann auch – und dazu stehen wir. Jeder soll merken, dass Missionsarbeit und das damit verbundene Tingeln durch die Welt kein mechanischer Entschluss ist, den man auf Knopfdruck aktiviert. Es ist eine Sache des Herzens und unserer gesamten Existenz. Es sind die beiden Seiten der gleichen Sache. Wir wissen, dass der Weg, den wir gehen wollen, der richtige ist. Auf der anderen Seite ist dieser Weg aber auch mit Abschied, Veränderungen und emotionalen Härten verbunden. Wir lassen unsere Kinder und ihre Familien zurück. Wir haben gemerkt: Für konsequente Nachfolge und Gehorsam zahlen wir einen Preis. Wir wollen diesen Preis zahlen, auch mit der Unterstützung der vielen Menschen, die diesen Weg im Gebet begleiten. Unser Leben gehört nicht uns allein, sondern unserem Gott, dem wir dieses Leben verdanken und der uns gerufen hat, mit ihm in der Weltgeschichte auf Achse zu sein.
Ansgar Hörsting, der Präses des Bundes der Freien ev. Gemeinden in Deutschland, und ehemaliger Missionsleiter der Allianz Mission, hat uns in seiner Predigt eine wichtige Frage mit auf den Weg gegeben: Wer ist euer Gott? Es ist der große Vater, dem unser Leben gehört, dem wir dienen, den wir verkündigen, der uns begleitet, der uns Leidenschaft schenkt und Mut und dem wir nicht nur denkerisch begegnen können, sondern sehr emotional und vertrauensvoll. Er ist der Vater des Sohnes Jesus Christus, der kam, um sein Leben für uns Menschen zu investieren. An ihm wollen wir unser Leben ausrichten. Wir nehmen diese Frage und die damit verbundenen Herausforderungen gerne mit nach Mali.
Gerlind und Karsten Pascher
Unsere langjährigen Freunde Gerlind und Karsten Pascher haben ein sehr ermutigendes und die missionarische Arbeit reflektierendes Lied geschrieben und vorgetragen. Solche Lieder können nur Insider und gute Freunde schreiben. Wir gehen, weil wir gesandt sind – nicht weil wir auf Abenteuer aus sind oder mit unserem Idealismus die Welt verändern könnten.
Unser persönlicher Höhepunkt waren die abschließenden Segensgebete zur Aussendung. Neben uns standen Ansgar und Vertreter aus Gemeinden. Unsere Kinder standen hinter uns. Lukas, unser Ältester, hat unseren Weg Gott ans Herz gelegt. Das war stark. Es ist gut zu wissen, dass Kinder hinter ihren Eltern stehen, auch wenn sie ungewöhnliche Wege gehen.

Segensgebete zur Aussendung nach Mali
Noch ein paar Wochen des Packens und einige Termine liegen vor uns. Am 15. August steigen wir in den Flieger.