samedi 15 février 2014

Transformation - der Kreativität Gottes auf der Spur

Am 14.2. war ich zu einem Seminar von TEACH BEYOND (Janz Team) in Kandern eingeladen. Es ging um das Thema "Transformation - ein Paradigmenwechsel in unseren Köpfen". Benjamin und Frank von TEACH BEYOND waren vor einigen Wochen zu einer Informationsveranstaltung am Theologischen Seminar Rheinland (TSR)  in Wölmersen, um ihre Arbeit vorzustellen. Benjamin ist ein Absolvent des TSR. Seit langer Zeit sind wir immer wieder im Gespräch über theologische Fragen und fachsimpeln über das, was es mit Transformation und dem missionalen Ansatz in der neueren Missionstheologie so auf sich haben könnte.
Benjamin hat mich dann eingeladen, zu diesen Themen ein Seminar zu gestalten. Das Janz Team in Deutschland ist mittlerweile 60 Jahre alt und hat als Misionswerk einen klassischen Weg zurückgelegt - Eventevangelisationen, Freizeiten, Bildungsarbeit usw. In der Leitung des Werkes hatte man den Eindruck, dass diese klassische Arbeit wenig effizient ist in der postmodernen Zeit und einer Erneuerung bedarf. Und man beschloss, einen Prozess des Nachdenkens, ein StartUp,  einzuleiten. Ein ganzes Team macht sich auf den Weg, Neues zu denken. Eine gemischte Truppe von Mittzwanzigern bis hin zu Leuten im aktiven Ruhestand schalten nochmal einen Gang zurück und überlegen neu, in welche Richtung sie fahren wollen. Das hat mich beeindruckt und verdient Respekt. Transformation ist ein Erneuerungsprozess, der damit beginnt, Gottes Kreativität zu entdecken, den status quo kritisch zu analysieren und zu verändern. Wir haben Begriffe und theologische Ansätze definiert. Wir haben uns Veränderungsprozesse in der biblischen Geschichte angeschaut und reflektiert, wie Gott selber Transformationsprozesse angestoßen und begleitet hat. In verschiedenen Gruppen haben die Seminarteilnehmer anhand einiger Fragen darüber nachgedacht, wie Transformation im Kontext des Missionswerkes konkret aussehen kann und welche Konsequenzen sie in der Praxis hat. Es war eine konstruktive und aufmerksame Atmosphäre, geprägt von Offenheit und dem Willen zur Veränderung.

mercredi 12 février 2014

Mali | Versöhnung ist ein langer Weg


In der im hohen Norden Malis gelegenen Region Kidal wird deutlich, wo zzt. die größte Baustelle in Mali liegt. Fünf malische Mitarbeiter vom Roten Kreuz sind entführt worden. Ihr Schicksal liegt im Ungewissen. Die MUJAO (Bewegung der islamischen Einheit in Westafrika) hat sich zu der Entführung bekannt. Es bestehen offensichtlich Kontakte zwischen den Entführern und der malischen Regierung. 
Außerdem kam es in den letzten Tagen in der Gegend von Gao in der Nähe der Grenze zum benachbarten Niger zu einem Schlagabtausch zwischen den beiden Volksgruppen Tuareg und Peulh. Die Tuareg beschuldigen die Peulh, 30 Tuareg umgebracht zu haben. Daraufhin kam es zu einer Racheaktion mit tödlichen Folgen. Beide Volksgruppen werfen sich gegenseitig vor, einer politischen Lösung und der Aussöhnung im Wege zu stehen. Bei diesem Konflikt geht es nicht um religiöse Fragen, sondern um Fragen des politischen Einflusses in der Region und der Nutzung von Land. Die Tuareg beanspruchen mehr politische Autonomie, wodurch sich die anderen in der Region lebenden Gruppen benachteiligt fühlen. Der Regierung ist es bisher nicht gelungen, den Versöhnungsprozess entscheidend anzustoßen, obwohl dies als eine der Prioritäten der malischen Innenpolitik angesehen wird. 
Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass es noch ein langer und schwieriger Weg ist. Die Rivalitäten zwischen den Volksgruppen sind auch nicht erst gestern entstanden. Sie haben Tradition im Norden Malis. 
Und was den islamistischen Terrorismus angeht ... Die Weiten der Sahara sind fast nicht zu kontrollieren. Radikale Kräfte formieren sich immer wieder, um irgendwann zuzuschlagen, Menschen zu entführen oder Anschläge zu verüben. Wichtig ist jedoch, dass neben der militärischen Präsenz der internationalen Schutztruppen die Gespräche wieder aufgenommen werden.  
Wir sind überzeugt: Das Gebet hat die Macht, auch politische Verhältnisse zu verändern.

Bildquelle: www.rfi.fr