jeudi 18 avril 2013

TSR – Jahrbuch 2013 | auf geht’s in die zweite Runde



Die erste Ausgabe des TSR-Jahrbuchs ist bei Studierenden und Freunden des TSR auf ein zufriedenstellendes Echo gestoßen. Das macht Mut für eine zweite Runde. Am 1. Mai 2013, pünktlich zum Tag des Theologischen Seminars Rheinland, ist das TSR Jahrbuch 2013 erschienen. 

Die verschiedenen Beiträge beschäftigen sich mit folgenden Themen:
Wie lebenstauglich ist westliche Theologie?
Bericht vom Besuch an der Universität von Südafrika, Pretoria
Lichter der Stadt- Gottes Auftrag für die urbane Welt
Die Musiken der Philippinen- interkulturelle Durchdringung und missionsanthropologische Aspekte
Gottes Tanz in der Welt- Anmerkungen zur Bedeutung des trinitarisdhen Ansatzes in der neueren Missionstheologie
Gast, Mitbewohner, Fremder, Ausländer- zur Begrifflichkeit des "Fremden" im AT
Das Schicksal der Hugenotten- Beispiel einer verfolgten Minderheit heute
Werteintegriertes Training- Wie können Kindern christliche Werte im Sport vermittelt werden?
Das Leben als Gottesdienst- Römer 12,1-8

Darüber hinaus enthält das Jahrbuch Beiträge über Erfahrungen aus Gemeindepraktika, Erlebnisse während eines missionarischen Einsatzes in ungarischen Gefängnissen oder mit Obdachlosen in Brüssel zeigen, wie wichtig uns der Praxisbezug ist. Dazu stellen sich einzelnen Klassen und insbesondere die Absolventen des Jahres 2013 in Wort und Bild vor und erzählen von ihren Erfahrungen und Zukunftsperspektiven.

samedi 13 avril 2013

FAQ #1: Ist die politische Lage in Mali nicht viel zu unsicher, um wieder dorthin auszureisen?



Die Sicherheitslage in Mali war 2012 sehr kritisch. Die Islamisten hatten die Absicht, ganz Mali unter Kontrolle zu bekommen und die Scharia einzuführen. Doch Gott hat eingegriffen und Gebete erhört. Nach der Intervention durch Franzosen und Kontingente der westafrikanischen Armeen hat sich die Lage entschärft und besetzte Gebiete wurden zurückerobert. Jetzt gilt es, diese Gebiete nachhaltig abzusichern und die Infrastruktur (Verwaltung, Schulen, Krankenstationen usw.) wieder aufzubauen. Noch gibt es viele Flüchtlinge, und die Rückkehr in die Städte des Nordens ist vielen Menschen bisher noch verwehrt.
Im Laufe des Jahres 2013 sollen freie Wahlen durchgeführt werden, um die Übergangsregierung abzulösen. Die Menschen in Mali sind optimistisch. Natürlich kann noch viel passieren bis zur Wiederausreise im nächsten Jahr. Doch grundsätzlich teilen wir den Optimismus der Malier und glauben, dass sich die Lage insgesamt weiter stabilisieren wird. Einige der westlichen Missionare, die nach dem Putsch und den Unruhen Mali verlassen hatten, sind ins Land zurückgekehrt. Die Französische Schule hat wieder geöffnet. Das sind positive Zeichen der Normalisierung - zumindest, was die Situation im Süden Malis angeht.
Im hohen Norden des Landes gibt es noch Übergriffe seitens der islamistischen Rebellen. Letzte Woche starben vier Soldaten des Tschad bei Kämpfen mit den Islamisten. Diese ziehen sich immer weiter in das unwegsame, gebirgige Gelände im Nordosten Malis zurück oder fliehen über die algerische Grenze. Die Übermacht der Franzosen und westafrikanischen Militärkontingente ist zu groß. Die französische Armee wird ihre Truppenzahl im Laufe der nächsten Wochen reduzieren, jedoch Mali nicht verlassen. Dennoch ist auch in Zukunft in dieser Region mit Selbstmordanschlägen zu rechnen. Im Süden des Landes beruhigt sich die Lage. Es wird immer ein gewisses Restrisiko bleiben. Absolute Sicherheiten für Leib und Leben gibt es für Missionare nicht.
Wir müssen das besonders unter Deutschen ausgeprägte Sicherheitsdenken ablegen und neu lernen, Gott zu vertrauen und Risiken einzugehen.
Gemeinsam mit meinen Studierenden am Theologischen Seminar Rheinland habe ich im Fach Missionspraxis die Frage besprochen, wie sich Missionare in Zeiten der Krise verhalten sollen. Was gibt es beim Abwägen von Risiken zu bedenken und zu beachten?
Das Thesenpapier zum Thema MISSION IN KRISENZEITEN gibt es im Internet auf dieser Seite: http://camali.jimdo.com/mission-reflektiert-artikel-und-infos/

Bildquelle: Internetseite des District de Bamako