Freitag, 31. August 2012

Was ist Mission ?





Mission …                                                                                    
Mit Gott unterwegs in der Welt.
Christus verkündigen. Gemeinden bauen. Gesellschaft gestalten.

Der Begriff „Mission“ ist umstritten und wird mittlerweile inflationär gebraucht. Unternehmen sprechen von Mission. Die NASA hat eine Weltraummission. Organisationen und Einzelpersonen feilen an ihrem Image und Profil, indem sie ein Missionstatement formulieren und dieses ständig präzisieren.
Auch Christen sprechen von Mission. Historisch gesehen verlief die Mission der Kirche  seit dem 16. Jahrhundert parallel zu eurozentrierten Zivilisierungsprozessen. Diese wurden geprägt und begleitet von Kolonialisierung und Imperialismus. Dies führte dazu, dass die christliche Mission in Misskredit und in eine Krise geriet.

Drei Faktoren haben aus meiner Sicht zu Missverständnissen und Einseitigkeiten geführt und den Begriff der Mission in Misskredit gebracht:
Eurozentrismus: Mission geht von Europa bzw. der westlichen Kultur aus und wird von deren theologischen und missionsstrategischen Denkschemata geprägt. Der Westen fungierte als zivilisatorischer Dominator der restlichen Welt. Dies führte zu Komplexen in den Ländern Lateinamerikas, Asiens und Afrikas.
Gefahr: Das Christentum wird als westliche Religion wahrgenommen und als Instrument, die Welt unter den Einfluss westlicher Kultur zu bringen.
Ekklesiozentrismus: Mission wurde missverstanden als ein von der Kirche (Ekklesia) ausgehender Prozess der weltweiten Christianisierung. Missionsgesellschaften erklärten die Gründung und Pflege von Gemeinden als vorwiegendes Ziel missionarischer Arbeit. Als Vorbild dienten dazu meist die Herkunftskonfessionen der ausgesandten Missionare (konfessionelle Mission: baptistische, lutherische, presbyterianische, katholische Mission).  
Gefahr: Junge Gemeinden in der Zwei-Drittel-Welt wurden hineingezogen in die konfessionellen Grabenkämpfe des traditionellen Christentums und waren nicht wirklich frei, ihr eigenes Bekenntnis zu formulieren und eigene theologische Konzepte zu entwickeln.
Christozentrismus: Christus steht im Mittelpunkt der Verkündigung. Dies ist nicht verwerflich – im Gegenteil. Jedoch war die Verkündigung zu enggeführt. Christus verkündigen hieß in den meisten Fällen der vom evangelikalen Mainstream dominierten Missionsarbeit, seinen Tod, die Vergebung der Sünden und die Auferstehungshoffnung zu verkündigen.
Gefahr: Die Gesamtheit und Ganzheitlichkeit der biblischen Botschaft bleibt auf der Strecke. Aspekte aus der Schöpfungstheologie, die vom Exodus Israels aus Ägypten geprägte heilsgeschichtliche und politische Dimension, die Rückbindung der jesuanischen Botschaft an das Gesetz und die prophetische Ethik des Alten Testament, sowie die sozialtransformatorischen Aspekte der Botschaft Jesu und das Vorbild seines Lebens kamen nur unzureichend zur Sprache. 

Wenn Mission von Gott ausgeht, dann muss sie trinitarisch begründet werden und alle Aspekte menschlicher Existenz ansprechen. Die folgenden Zeilen sind mein Versuch, Ursprung und Ziel von Mission zu beschreiben:

Der dreieinige Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist ist Initiator und Akteur seiner weltweiten Mission.
Mission ist ein vom dreieinigen Gott ausgehender, von Gott autorisierter und auf Gott hinweisender Prozess der dynamischen und transformatorischen Grenzüberwindung.
Ziel Gottes ist die Veränderung von Menschen und ihrer Lebensumstände, die Beteiligung von Menschen, die Erneuerung von Himmel und Erde und die Aufrichtung seiner Herrschaft.

Mission geschieht zielbewusst und ist von dem Wissen geprägt, von Gott gesandt zu sein (Sendungsbewusstsein).
Mission geschieht grenzüberschreitend und in der Autorität des dreieinigen Gottes.
Missionare sind mit Gott unterwegs in der Welt.
Missionare inszenieren nicht selbst Mission. Sie nehmen lediglich an Gottes Mission teil.
Da Mission von Gott als Schöpfer, Erhalter, geschichtsmächtigem Herrn, Erlöser und Vollender der Welt ausgeht, kann Mission nur ganzheitlich begründet und praktisch umgesetzt werden. Sie betrifft auf eine integrale Weise alle Lebensumstände der Menschen.

Evangelisation ist ein wichtiger Bestandteil der missionarischen Existenz der Gemeinde Jesu in der Welt. Die gute Nachricht der Bibel wird bezeugt und von Christen glaubwürdig gelebt. Evangelisation betont den Wortcharakter der missionarischen Dynamik.
Während Mission eher die dynamische Mentalität und Gottes Heilshandeln in der Welt zum Ausdruck bringt, betont Evangelisation eher den qualitativen Inhalt der Mission. Evangelisation weist hin auf Gottes ganzheitliches Handeln in der Welt und geht damit über das explizite Heilshandeln Gottes in Jesus Christus durch Kreuz und Auferstehung hinaus. Evangelisation geschieht als „Wahrheit in Begegnung“. Menschen werden in ihren jeweiligen Lebensumständen ernst genommen (kontextuell), Leben wird geteilt (inkarnatorisch), der Herrschaftsanspruch Gottes wird verkündigt (anspruchsvoll) und mitten ins Leben und das gesellschaftliche Leben hinein verkündigt (relevant).

Mission bringt die dynamische Mentalität des Evangeliums zum Ausdruck.
Evangelisation präsentiert den qualitativen Inhalt der biblischen Botschaft.

Aus dieser Grundlage ergeben sich Möglichkeiten, folgende Gefahren zu umgehen:

GEFAHR 1:
Mission ohne Evangelisation:
Mission bleibt zweifelhaft, da dynamische Grenzüberschreitung ohne den Hinweis auf die inhaltliche Qualität veränderten Lebens ins Leere läuft.

GEFAHR 2:
Evangelisation ohne Mission:
Evangelisation bleibt statisch und irrelevant, weil sie als Verkündigung objektiver Wahrheiten die dynamische Veränderung konkreter, kontextgebundener Einstellungen und Lebensumstände aus den Augen verliert. Evangelisation ist nur dann Verkündigung guter Nachricht, wenn sie Proklamation bibl. Wahrheit mit Situationsrelevanz verbindet.

AUSWEG: 
Mission muss verstanden und praktiziert werden als Partizipation an Gottes Sendung in die Welt, die die inkarnatorische Sendung der Kirche in die Welt einschließt und die integrativ evangelistische Verkündigung und ganzheitliche Transformation kollektiver Lebensumstände von Menschen gleichermaßen berücksichtigt.
Jede missionarische Aktion muss implizit oder explizit den Hinweis auf die verändernde Kraft des Evangeliums hinweisen. Die Evangelisation darf sich hingegen nicht auf die Veränderung der individuellen Beziehung des Menschen zu Gott beschränken, sondern soll auf die holistisch-transformatorische Kraft des Evangeliums hinweisen.

Eine Religion wird nur dann in einer bestimmten Kultur Wurzeln schlagen und nachhaltige Veränderungen erzeugen, wenn sie nicht nur individuell-spirituell-vertikal, sondern auch sozial-kollektiv-horizontal ausgerichtet ist.

Begriffserklärungen:
Eurozentrismus = auf Europa und dessen Kultur ausgerichtet und von ihr dominiert
Ekklesiozentrismus = von der Kirche initiiert, verwaltet und auf sie ausgerichtet
Christozentrismus = die Person, insbesondere das Erlösungswerk Jesu im engeren Sinne steht im Vordergrund.
Zivilisierung = Versuch der westlichen Länder, den Bevölkerung in Lateinamerika, Asien und Afrika ihr Weltbild, ihre Werte, ihr Erziehungssystem aufzuzwingen und als die westliche Kultur als überlegen darzustellen.
Impeialismus = Bestrebungen eines Staates, sich andere Regionen zu unterwerfen und ihnen ihre Gesetzgebung und Wirtschaftsordnung aufzuzwingen
Kolonialismus = systematische Besiedlung fremder Regionen 
Akteur = einer von dem eine Handlung ausgeht
Konfession = Bekenntnisgrundlage einer Kirche 
sozialtransformatorisch = Veränderungsprozesse, die das gesellschaftliche Zusammenleben betreffen
missional = die Mission steht im MIttelpunkt allen Denkens und Handelns
Dynamik = zielgerichtete, kraftvolle Bewegung 
Kreator = Schöpfer
Mediator = Vermittler (hier: Vermittler des göttlichen Wesens und des Heils)
Inspirator = Ideengeber
Kreator = Schöpfung
Inkarnation = Menschwerdung Jesu; Gott wird Mensch
Expansion = Ausdehung
Transformation = Veränderungsprozesse, die vom Evnagelium ausgehen und sich im Leben der Menschen, ihrer Kultur und Gesellschaft auswirken
Ekklesia = griechisches Wort für Gemeinde (aus dem politischen Bereich; Bedeutung: die Herausgerufene Versammlung von Bürgern, die Verantwortung für ihre Gesellschaft wahrnehmen)
Existenz = Lebensgrundlagen des Menschen
kontextuell = den Lebensumständen der Menschen entsprechend, mit denen man es zu tun hat
relevant = bedeutsam
Mentalität = Einstellung, Prägung
Qualität = der innere Wert einer Sache
individuell = den einzelnen Menschen betreffend
spirituell = geistlicher Bereich
vertikal = nach oben ausgerichtet (hier: persönliche Beziehung zu Gott)
sozial = öffentlich
kollektiv = eine gesellschaftliche Gruppe betreffend
horizontal =den Gesichtskreis betreffen, das, was der Mensch von links nach rechts mit seinen Augen wahrnimmt (hier: die innerweltlichen Bezüge, Lebensraum des Menschen, seine Beziehungen usw.)


Donnerstag, 30. August 2012

Was bedeutet Evangelisation?



Evangelisation als Aktion, als Event, das mit mehr oder weniger großem Aufwand, unterstützt durch Medien und Programme aufgezogen wird – das ist eine Erfindung der Neuzeit. Unter Evangelisation verstehen Insider normalerweise eine langfristig geplante Aktion, die von Spezialisten vorbereitet und in Kooperation mit Gemeinden durchgeführt wird. Und da gibt es noch die Evangelisation auf persönlicher Ebene. Christen gehen bewusst auf Mitmenschen zu, um ihnen Jesus Christus vorzustellen und zum Glauben einzuladen. Oder es ergeben sich zufällige Gelegenheiten, wo man „Zeugnis gibt“. Bei all diesen Ansätzen besteht die Gefahr, den Menschen auf eine unnatürliche Art und Weise als "Missionsobjekt" zu instrumentalisieren.
Deshalb lehnen Kritiker diesen progressiven Ansatz der Evangelisation ab oder relativieren ihn. Sie proklamieren die "ganz andere" These: Predige das Evangelium zu jeder Zeit, und wenn nötig, benutze Worte. – So wird der alte Franz von Assisi bemüht, um moderne Ansätze aufs Korn zu nehmen. Es steht ohne Zweifel fest, dass ein glaubwürdiger Lebensstil Überzeugungskraft hat, vielleicht sogar manchmal mehr als Worte. Doch ein authentischer Lebensstil alleine ist noch keine Evangelisation. Evangelisation heißt: Christus zu Gehör bringen. Und dazu gehören neben dem Lebensstil auch zeugnishafte, das Evangelium erklärende Worte.

Evangelisation als Aktion wird organisiert. Evangelisation, eingebunden in das glaubwürdige Leben von Christen, ist der organische Weg.

Fest steht, dass Evangelisation im biblischen Sinne keine Idee ist, sondern dem Wesen des christlichen Glaubens entspricht. Wer Jesus kennt und sein Leben, seinen stellvertretenden Tod und die Hoffnung der Auferstehung kennen gelernt hat, der verspürt den Drang, diese Botschaft auch anderen Menschen bekannt zu machen. Jesus nennt das: Gott vor den Menschen bekennen. Das ist der Kern evangelistischen Handelns. David Bosch definiert Evangelisation wie folgt: „Evangelisation kann definiert werden als diejenige Dimension und Aktivität der Mission der Kirche, die versucht jeder Person, an jedem Ort, eine wirkliche Gelegenheit anzubieten, um unmittelbar durch das Evangelium zum expliziten Glauben herausgefordert zu werden. Das schließt die Perspektive ein, ihn (Christus) als Retter anzunehmen, ein lebendiges Glied seiner Gemeinde zu werden und in den Dienst der Versöhnung, des Friedens und der Gerechtigkeit auf Erden aufgenommen zu werden.“ (David J. Bosch. 2012. Mission im Wandel. Gießen: Brunnen. 626)

Hier werden zwei entscheidende Aspekte deutlich:
·     1. Evangelisation geschieht als Einladung zum Glauben und zur Herausforderung, sich auf ein Leben mit Jesus und der Verantwortung für die Welt einzulassen. Daraus folgt: Evangelisation bedeutet mehr, als nur über Sünde und Vergebung zu reden.
·     2. Evangelisation geschieht kontextualisiert. Sie ist als Angebot des Evangeliums eingebunden in den Lebenskontext der Menschen. Daraus folgt: Evangelisation setzt voraus, dass Evangelisten die Lebensumstände der Gesprächspartner/Zuhörer kennen und ernst nehmen.

Evangelisation bedeutet, die gute Nachricht der Bibel in verständliche Worte zu fassen.
Glaube an Jesus kommt aus dem Wort, das Mitmenschen hören. Die Professionalität der Predigt oder des Rahmenprogramms ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass Menschen das Wort Gottes hören d.h. verstehen, welcher Zuspruch und welcher Anspruch sich dahinter für ihr Leben verbirgt (Röm 10,14-17).  Evangelisation bedeutet also in erster Linie, Gelegenheiten zu nutzen, um mit Worten, die gute Nachricht verständlich auszusprechen. Das Reden vom Evangelium soll so geschehen, dass es von Menschen gehört d.h. als lebensrelevant nachvollzogen werden kann.

Evangelisation bedeutet, in der Routine des Alltags den Blick für den einzelnen Menschen nicht zu verlieren.
Im normalen Alltag begegnen wir Menschen, die Fragen haben, die mit ihrem Leben nicht klar kommen. Wir begegnen auch solchen, die dem christlichen Glauben gegenüber äußerst kritisch eingestellt sind, weil sie Erfahrungen gemacht haben, die sie an der Existenz Gottes zweifeln lassen. Und es gibt die aggressiven Atheisten, die uns argumentativ herausfordern. Hier sind wir als Christen gefordert, gute Nachricht weiter zu sagen und Rede und Antwort zu stehen (1. Petr. 3,15; Apg. 8, 29-30).

Evangelisation lebt davon, dass Gott die Herzen der Menschen vorbereitet.
Evangelisation, ob als monologe Predigt oder als Alltagsdialog lebt von der Hoffnung, dass Gott uns Menschen über den Weg laufen lässt, die durch ehrliche Fragen, Krisen oder Interesse offen geworden sind für die Botschaft des Evangeliums. Evangelisation bedeutet in diesem Zusammenhang, Jesus nachzufolgen, dahin, wo wir auf vorbereitete Menschen treffen. Ohne das Vertrauen darauf, dass Gott Wege und Herzen vorbereitet hat, wäre jede Evangelisation lediglich menschliches Programm.

Evangelisation bedeutet, fragenden Zeitgenossen mitten im Leben als normaler Mensch zu begegnen.
Es gehört sich nicht, mit der Tür ins Haus zu fallen und den Leuten die verbale Pistole auf die Brust zu setzen. Von Sünde, Hölle, Vergebung und Hoffnung in Christus zu reden ist kontraproduktiv, wenn dieses Reden nicht eingebettet ist in den normalen Kontakt zu Menschen. Die Menschen sollen zunächst spüren, dass wir uns für sie und ihr Leben interessieren. Jesus hat in den meisten Fällen vom „ewigen Leben“ gesprochen, wenn Leute auf ihn zukamen und ihn danach gefragt haben. Evangelisation ist am erfolgreichsten, wenn sie als Konversation in den Alltag unserer Mitmenschen eingebettet ist. Erfolgreich, nicht in erster Linie im quantitativen, sondern im qualitativen Sinn. Denn im normalen Alltag, im Gespräch, gelingt es viel besser, die gute Nachricht an die Fragen der Menschen zu koppeln und zu erklären, dass das neue Leben in Jesus eine ganzheitliche Dimension besitzt. Auf diese Weise wird das Evangelium als eine für das Leben bedeutsame Botschaft verstanden. Jesus Christus erneuert die Beziehung zu Gott (vertikal) und ermöglicht auf dieser Grundlage hoffnungsvolles Leben (horizontal).

Evangelisation bedeutet, Jesus Christus als Herrn des Lebens in den Mittelpunkt zu stellen.
Die evangelistische Predigt des Wortes Gottes kann abdriften in alltagstaugliche,  therapeutische Lektionen, die dem Zuhörer helfen sollen, sein Leben zu bewältigen. Jesus wird vorgestellt als Lebensversteher, als Berater und guter Freund, der seinen Leuten ständig verständnisvoll die Hand auf die Schulter legt, oder als Pädagoge, der durch Ermahnung und Zuspruch seine Mitmenschen lebensfähig macht. Solche Botschaften sind wichtig. Aber es darf nicht dabei bleiben. Evangelisation ist mehr als Lebenstherapie. Es geht bei der Evangelisation nicht nur um Lebenskonzepte. Es geht um die persönliche Beziehung zu Jesus Christus als Herr des Lebens. Es geht um seinen Herrschaftsanspruch und den damit einhergehenden transformatorischen Wechsel in der Lebensführung. Ob von Kanzeln, im Zugabteil, am Arbeitsplatz oder in der Kneipe - der Fokus evangelistischer Rede ist Jesus Christus als Herr. In ihm wird die ganze Zuwendung des dreieinigen Gottes als Vater, Sohn und Geist offenbar. In ihm ist Gott Mensch geworden. Da wo Menschen durch unsere Worte auf Jesus und seinen Zuspruch und Anspruch als Herr des Lebens aufmerksam gemacht werden, da geschieht Evangelisation.

Evangelisation geschieht nicht punktuell, sondern kontinuierlich.
Wenn Gemeinden die „Sache der Evangelisation“ an die Spezialisten delegieren, dann haben sie nicht verstanden, worin das Wesen von Evangelisation besteht. Die fortlaufende Evangelisation geschieht an den Orten, wo wir uns natürlicherweise aufhalten  - am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, in klassischen oder virtuellen sozialen Netzwerken usw. Die klassische evangelistische Aktion macht nur dann Sinn, wenn sie in die Kontinuität des Lebens eingebettet ist. Evangelisation ist letztlich die Einladung zu einem Leben mit Jesus. Von daher ist es logisch, dass Evangelisation in das normale Leben eingebunden ist. Evangelisation als Aktion ist Nebensache. Evangelisation mitten im Leben – das ist die Hauptsache.




Wer Evangelisation hauptsächlich als punktuelle Aktion versteht, der verbaut sich den Blick für das, was Evangelisation wirklich bedeutet.