Samstag, 16. Juli 2011

Eine starke Theologie - von Hoffnung geprägt

Paulus schreibt: Christus ist für unsere Sünden gestorben. Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift. Er wurde begraben und am dritten Tag vom Tod auferweckt, wie es in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist.  Wäre aber Christus nicht auferstanden, so hätte unsere ganze Predigt keinen Sinn, und euer Glaube hätte keine Grundlage.  1. Kor. 15,.3b. 4. 14
Das ist eine starke Theologie – von Gott geschrieben, mitten im Leben. Christus springt in die Bresche – der ganze Gott wird ganz Mensch. Es ist atemberaubend. Ein rabenschwarzer Freitag – ein ausgepeitschter, von zahlreichen Schlägen zermürbter Mensch, der unter der Last eines Holzbalkens zusammenbricht, hingerichtet wird wie ein Verbrecher, von Gott und Menschen verlassen. Es zerreißt ihm das Herz und den Körper. Die Erde bebt an diesem Tag, so als könnte sie es nicht weiter mit ansehen. Alles vorbei – scheinbar. Das Kreuz lässt resignierte und ängstliche Jünger zurück. Und dann die zwar von Jesus angekündigte, aber von keinem Menschen für wahr gehaltene Wende. Ein sonnendurchfluteter Sonntag. Die Leiche ist weg, das Grab ist leer. Jesus lebt. Ein Triumpf des Lebens über Tod und
Hoffnungslosigkeit.  Grundlage unseres Glaubens. Wir sind Menschen, die vom Skandal des Kreuzes und vom Sieg der Hoffnung profitieren. Es ist eine unglaubliche Geschichte, die wir uns Jahr für Jahr erzählen.  Es gibt Hoffnung, ein Trotzdem, die sich über den  Widerstand einer trostlosen Gegenwart erhebt.  Wir setzen auf das Leben, weil es Befreiung und Erlösung gibt. Der Aufstand gegen Diktatur und gegen unverantwortlichen Umgang mit Energietechnologie,  der Wiederaufbau nach Katastrophen, der Kampf ums Überleben und die Sorge um einzelne Menschen – das alles ist möglich, weil es Hoffnung gibt, Hoffnung auf den Triumpf des Unwahrscheinlichen über das Wahrscheinliche. Diese Hoffnung hat für uns Christen einen Namen: Jesus Christus. Er verändert Menschen und bringt sie zurück ans Herz Gottes.