Donnerstag, 18. November 2010

Neues Leben Gemeindekolleg


Kurse für die Gemeinde und den persönlichen Glauben.
Willkommen beim NEUES LEBEN GEMEINDEKOLLEG!
Sie möchten gerne Gott und sein Wort besser verstehen? Oder Sie suchen Tipps und Hilfestellung für die Gemeindearbeit? Aber eine Bibelschule zu besuchen ist für sie keine Option? Dann sind Sie genau die Person, für die wir das „Neues Leben Gemeindekolleg“ ins Leben gerufen haben. 
NEUES LEBEN GEMEINDEKOLLEG – das heisst:
  •   Biblisch fundiert
  •   Bibelkunde: In vier Jahren durch die ganze Bibel
  •   Bibeltraining: Bibelauslegung lernen
  •   Kurse zur Glaubenslehre
  •   An der Gemeindepraxis orientiert
  •   Kurse zur Gemeindepraxis
  •   (z.B. Hauskreis, Gottesdienst, Predigt und mehr)
  •   Anwendbar für die Gemeindearbeit
  •   Flexibel gestaltet
  •   Jeder Kurs in sich abgeschlossen
  •   Kurse einzeln belegbar
  •   Kurse an Werktagen (abends), an Samstagen  oder Wochenenden 

Montag, 1. November 2010

Just do it ...

– ein bekannter Slogan, der ganz einfach zum Ausdruck bringt: Leute, labert nicht lange herum, tut es einfach. Denk nicht so lange darüber nach, tu es einfach. Schiebe die guten Ideen in deinem Kopf nicht so lange hin und her, bis sie an Kraft verlieren: Mach‘s doch einfach. Wir sind in der Regel von Menschen beeindruckt, die nicht in erster Linie große Reden schwingen, sondern konsequent tun, was ihnen wichtig geworden ist. Gott ist auch so ein Typ: 1Mose 1,2-3: „Noch war die Erde leer und ohne Leben, von Wassermassen bedeckt. Finsternis herrschte, aber über dem Wasser schwebte der Geist Gottes. Da sprach Gott: "Licht soll entstehen!", und es wurde hell – kurzerhand und einfach so. Der Schöpfungsbericht macht deutlich: Wenn Gott Luft holt, seinen Mund auftut und etwas ankündigt, dann kannst du darauf wetten: das wird geschehen und zwar so, dass du es mitkriegst. Und das, was Gott macht ist gut. Er produziert keinen Schrott. Seine Taten strafen seine Worte nicht Lügen. Wort und Tat haben die gleiche Qualität. Was Gott?- Du willst, dass es hell wird. Just do it. – Knips den Schalter des Universums an. Du sagst: Ich will Leben schaffen im Wasser und im Himmel. Just do it – her mit den Fischen und den Adlern. So ist Gott. Gott ist ein großer Gott, weil er tut, was er sagt - nicht weil er viel sagt. Das wünsche ich mir und Euch: Tut, was wichtig ist und was Gott von Euch möchte, ohne fromme Ausreden zu finden.

Freitag, 17. September 2010

Urbane Missiologie - missionarisch denken und arbeiten in der Großstadt

Das Theologische Seminar Neues Leben bietet in Kooperation mit weiteren Ausbildungsstätten im Netzwerk der Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa (GBFE) im laufenden Studienjahr 2010-2011 erstmalig Kurse im Bereich Urbane Missiologie an. Die Großstädte dieser Welt sind Trendsetter. Sie stellen mit ihren postmodernen Trends, der Intensität gesellschaftlicher Erscheinungsformen wie der Bildung von urbanen Milieus, dem Anwachsen der Armut sowie ihrer Multikulturalität eine besondere Herausforderung für die Gesellschaft und damit auch für die Kirche und ihre missionarische Strategie dar. Mit dem neuen Studienprogramm Urbane Missiologie bieten wir eine praxisrelevante, interdisziplinäre und berufsbegleitende Studien- und Weiterbildungsmöglichkeit, die auf die besonderen Herausforderungen kirchlicher und missionarischer Arbeit im urbanen, großstädtischen Umfeld vorbereitet.

Kurs: Theologie der Stadt | Ort: Wölmersen | Zeit: 10.-12.3.2011 |
Kurs: Soziologie der Stadt | Ort: Berlin | Zeit: 24.-27.3.2011 |

 Weitere Kurse sind in Vorbereitung und werden im Laufe der Jahre 2011 und 2012 angeboten.|

Weitere Infos: ameier@neues-leben.de | Blog: http://urbane-mission.blogspot.com/

Montag, 13. September 2010

CampWest - das Erlebnis-Feriendorf im Westerwald

Sie sind auf der Suche nach dem passenden Ort für ein besonderes Freizeiterlebnis Ihrer Gruppe? Egal ob Schulklasse, kirchliche Gruppe, Sportverein oder private Gruppe – bei uns findet jeder genau das, was er sucht. CampWest bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für einen erlebnisreichen Aufenthalt zu gruppenfreundlichen Preisen. Kommen Sie zu uns in den Westerwald – erleben Sie inmitten einer faszinierenden Natur mit Panoramablick die Besonderheiten unseres Camps:
  • Ausreichend Platz für Gruppen von 10 – 80 Personen
  • Viele Sportangebote (Fußball, Beachvolleyball, kleines Indoor-Schwimmbad)
  • Nutzung von Gästezimmern und Gruppenräumen im Gästehaus
  • Reichhaltige Vollverpflegung zu günstigen Preisen
  • Programmangebote durch CampWest-Mitarbeiter
  • Umfangreichen Service für Ihre Gruppe
  • Erweiterung des Feriendorfers um 11 weitere Holzhäuser bis 2012
 info:/www.campwest.de/

Dienstag, 24. August 2010

Highlight des Sommers - erfolgreiche Sponsorenfahrt nach Ostdeutschland


Es ist geschafft. Die Sponsorenfahrt zugunsten vom Jugendcafé breakout  in Berlin-Kreuzberg war für uns das Highlight des Sommers. Diakonische Arbeit im sozialen multikulturellen Brennpunkt zu unterstützen finden wir wichtig. Im Café breakout engagieren sich Sozialarbeiter, um Kindern und Jugendlichen mit vorwiegend arabischem Hintergrund, die Integration zu erleichtern. Dies geschieht durch Hausaufgabenbetreuung, Deutschkurse und soziale Beratung im engen Kontakt mit den Familien.
Insgesamt haben wir auf unserer Fahrt 725 km  zurückgelegt - per Fahrrad durch den Westerwald, quer durch Hessen und den Thüringer Wald nach Leipzig und von da aus der Elbe entlang bis ins südlich von Dresden gelegene Elbsandsteingebirge.
Übernachtet haben wir im mitgeschleppten Zelt oder Pensionen, wenn wir keinen Campingplatz fanden. Die Gastfreundschaft unserer Freunde in Leipzig haben wir für einige Tage genossen, etwas Sightseeing und interessante Begegnungen …
Im Elbsandsteingebirge haben wir die wunderbare Landschaft bei einer ausgiebigen Wanderung bewundert.
Einige Kilometer mussten wir per Bahn zurücklegen,  da der Elbradweg wegen des Hochwassers streckenweise überflutet war.
Viel geschwitzt haben wir, Städte und Landschaften genossen. Muskeln und Kondition haben uns keine Schwierigkeiten gemacht – aber tagelang auf einem Fahrradsattel zu sitzen, hinterlässt schon einige Spuren am Hintern.

Wir danken Gott, dass uns auf der Straße nichts passiert ist. Danke auch an  alle Sponsoren und Spender, die diese Aktion unterstützt haben.

Christiane und Alfred Meier


Missionswerk
Neues Leben
Raiffeisenstr. 2
57635 Wölmersen

Bankverbindung:
Westerwald Bank, Altenkirchen
BLZ 573 918 00 Kto. 70083400

Bei Überweisung bitte
angeben:
Projekt: 
3033  breakout

Samstag, 19. Juni 2010

on tour | sponsorenfahrt | café breakout

Sponsorenfahrt zur Unterstützung von Café breakout
| sozialdiakonisches Jugendcafé in Berlin- Kreuzberg
| mit dem Fahrrad von Altenkirchen nach Leipzig – über den Westerwald und durch den Thüringer Wald.
| 450 km in 6 Tagen.
| vom 2. bis 7. August 2010

(zum Vergrößern auf die Karte klicken)

Was geschieht im Café breakout? 
Deutschkurse für türkische und arabische Jugendliche und deren Eltern
Hausaufgabenhilfe für Kinder aus sozial schwachen Familien
Lese-Rechtschreibgruppe für 1.-3. Klasse
Computerkurse
Soziale Beratung
Erlebnispädagogische Ferienprogramme und Aktionstage

Wer unterstützt uns?
mit einem festen Betrag, der uns Beine macht ...
Bankverbindung: Missionswerk Neues Leben Raiffeisenstr. 2 57635 Wölmersen Westerwald Bank, Altenkirchen BLZ 573 918 00 Kto. 70083400
Bei Überweisung bitte angeben: Projekt: 3033 breakout

Herzlichen Dank fürs Mitmachen!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Wir waren in Berlin

In Kreuzberg steht die Tür vom Café Breakout, einem Projekt von Neues Leben, Kindern offen, die Hilfe bei der Hausaufgabenbetreuung und der Integration benötigen. Dadurch entstehen Kontakte zu vorwiegend muslimischen Eltern in der Nachbarschaft. Unsere Mitarbeit war bei einem Straßenfest gefragt: Zeit verbringen mit liebenswerten Kinder aus arabischen Familien. Die Nachbarschaftskneipe ZEIT, die von einer Gruppe engagierter Christen geleitet wird, bietet in Friedrichshain Begegnungsmöglichkeiten, Diskussionsrunden und eine Plattform nachbarschaftlicher Hilfe an. Dort haben wir als Team den Vorgarten gestaltet, ein Essen gekocht und abends Gespräche geführt. Den Abschluss bildete am Sonntag die Gestaltung eines Gottesdienstes in Berlin-Mitte, wo die Studierenden sich mit einem Theaterstück und einer kreativen Predigt einbrachten. Berlin ist vielfältig, in einem hohen Maß individuell und multikulturell. Dies erfordert viel Gebet, kreative Zugänge in der missionarischen Arbeit und viel Geduld im Umgang mit den Menschen.

Montag, 5. April 2010

Wer ist postmodern?

Sie sind zwischen 20 und 35, haben kluge Augen, zottelige Haare und tragen flache Schuhe. Doch manchen sieht man an: Auch ihnen ging zwischen Abi-Zeugnis und Amnesty-Mitgliedschaft, zwischen
Rucksackreisen und erster Reisekostenabrechnung die große Liebe verloren. Auch sie wissen nicht, wo suchen, wo fragen (Louisa Reichstetter , in: Zeit Nr. 13 vom 25. März 2010, S. 62: "Minigolf mit Wattekugeln - ein Portrait der Berliner Liedermacherin Dota Kehr").
Die große Geschichte ist vorbei, sagen sie, und sie verheddern sich in den kleinen Geschichtchen ihrer Suche. Alles inkommensurabel, kein gemeinsames Maß. Aufmarsch gegen das Absolute, den Anspruch vorgegebener Werte. Kräftig demontieren, dekonstruieren, zurück in den Graben des Fundamentlosen.  Nun denn, Glück auf da unten. Warten auf einen, der vorbei kommt, darauf, dass einer ein Seil zuwirft.

Von Gott und Menschen

Die Menschen wenden sich von Gott ab und halten das für eine gute Idee. Doch dann stellen sie plötzlich fest, dass sie niemandem mehr die Schuld geben können.

Ein Rabbiner durchquerte immer dasselbe Dorf, ging in den Wald, und dort, am Fuss eines Baumes, immer desselben, betete er. Und Gott hörte ihn. Und auch sein Sohn durchquerte immer dasselbe Dorf. Er wusste nicht mehr, wo der Baum war, so betete er am Fuss irgendeines Baumes, und Gott hörte ihn. Sein Enkel wusste weder wo der Baum war noch der Wald, noch selbst das Dorf. Aber er kannte noch das Gebet. So betete er in seinem Haus, und Gott hörte ihn. Sein Urenkel kannte weder den Baum noch den Wald, noch das Dorf, noch die Worte des Gebets. Er kannte aber noch die Geschichte. Er erzählte sie seinen Kindern, und Gott hörte sie.

Ein frommer Mann kommt verzweifelt zum Rabbi: "Rabbi, ich habe nur einen Sohn, und der ist jetzt Christ geworden - was soll ich nur tun?" - Der Rabbi bittet den frommen Mann um Bedenkzeit: "Ich muss mit Gott darüber sprechen." - Eine Woche später kommt der fromme Mann wieder: "Rabbi, was haben Sie geklärt?" - Der Rabbi sagt: "Schau, mein Lieber, Gott hat gesagt, er hat auch nur einen Sohn - und der ist auch Christ geworden." - "Und was hat Gott gemacht?", will der Mann wissen. "Er hat einfach ein Neues Testament gemacht."


Samstag, 20. März 2010

Wer zur Hölle bin ich?

Henning Mankell antwortet auf Fragen von Christine Meffert (Zeit-Magazin, No. 12,18.03.2010):


Wer sind Sie eigentlich?
Ich will Ihnen ein Beispiel geben: Wenn ich zu Hause sitze und Radio höre und draußen ruft jemand um Hilfe, dann drehe ich nicht den Ton lauter, sondern gehe raus und schaue, was ich tun kann.

Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch mal zwanzig wären?
Ich würde es wieder genauso machen. Ja, ich würde wieder Geschichten erzählen. Ich habe da eine Art philosophischen Ansatz über das Erzählen: Der Mensch ist ein homo narrans, wir leben durch unsere Geschichten, das macht uns aus.

Sie haben einmal gesagt, dass die interessantesten Konflikte zwischen den Generationen stattfinden?
Ja, Kinder wollen ihren eigenen Weg finden. Und wir als Eltern müssen das akzeptieren. Wir müssen sie sogar unterstützen. - Leider versuchen viele Eltern, den Kindern das eigene Leben aufzuzwingen. Wir sollten ihnen das Fliegen beibringen, aber nicht entscheiden, wohin sie fliegen.

Wallander, Ihr Kriminalheld, hat große Angst vor dem Tod. Sind das Ihre Ängste, die sich da widerspiegeln?
Nicht unbedingt. Vor dreißig Jahren hätte ich wahrscheinlich Ja gesagt. Aber in Afrika habe ich ein anderes Verhältnis zum Leben und zum Tod bekommen. Dort ist der Tod ein ganz normaler Teil des Lebens. Bei uns in Europa gehen wir mit dem Tod nicht mehr um. Vor fünfzig Jahren war es ganz normal, dass Kinder ihre Großeltern tot gesehen haben. - Wie sollen Menschen Respekt vor dem Leben bekommen, wenn sie nichts über den Tod wissen?

Donnerstag, 4. Februar 2010

Missionarischer Einsatz in Magdeburg

Vom 21. bis 24.Januar bin ich mit 12 Seminaristen nach Magdeburg gereist. Unser Ziel war es, die sozialmissionarische Arbeit von Bettina und Simon Becker kennen zu lernen. Der Einblick in die sehr beziehungsintensive Arbeit mit Jugendlichen aus dem Plattenbaumilieu Magdeburgs hat uns sehr beeindruckt und herausgefordert. Gebete und Umfragen in der Stadt vermittelten uns einen Eindruck für die Herausforderungen missionarischer Arbeit in Ostdeutschland. Wir nahmen an einem nächtlichen Fußballturnier (22.00 bis 2.00 Uhr) teil, zu dem wir vom 1. FC Knast 09 eingeladen waren, der Fußballmannschaft, die sich aus Jugendlichen zusammensetzt, mit denen Beckers leben und arbeiten. Besonders beeindruckend war der erste Gottesdienst im KNAST, einem Jugendzentrum (ehemaliges Stasigefängnis), bei dem unser Team mitwirkte und der von einem der Jugendlichen und einem unserer Studierenden moderiert wurde. Wir beten dafür, dass die Beziehungen zu den Jugendlichen vertieft werden und Beckers ihnen auf ihrem Weg zu Jesus und ins Leben eine Hilfe sein können. Dabei sein, flexibel sein, auf Bedürfnisse der Menschen eingehen – ohne einen Koffer voller Aktionen, weil Beziehungen wichtig sind - das war eine wichtige Lektion, die wir in Magdeburg gelernt haben.

Freitag, 15. Januar 2010

WANTED - still alive - wer macht mit ?

.... eine Aktion um die kritische Finanzsituation des Missionswerkes Neues Leben zu entschärfen ...

Aufgrund der kritischen wirtschaftlichen Situation des Missionswerkes Neues Leben hat der Vorstand des Werkes ein Sanierungskonzept auf den Weg gebracht. Es hat zum Ziel, ab dem Jahr 2012 nachhaltig positive Jahresergebnisse zu erzielen.
Notwendig sind Einsparungen in Höhe von ca. 450 T€. Neben der Reduzierung von Sachkosten kann ein solcher, für die Zukunftssicherung dringend notwendiger finanzieller Umfang nur durch Maßnahmen im Personalbereich erreicht werden. Deshalb wird das Gehalt der Dozenten sukzessive in den nächsten drei Jahren um bis zu 30 % reduziert.
Folge: Jeder Mitarbeiter ist selbst dafür verantwortlich, individuelle Maßnahmen zu ergreifen, um die Gehaltsreduzierung zu kompensieren – u.a. durch den weiteren Aufbau eines Spender- und Freundeskreises.

Ich bitte Euch, durch eine regelmäßige (Dauerauftrag) oder einmalige Spende auf das angegebene Konto des Missionswerkes Neues Leben meine Arbeit als theologischer Lehrer zu unterstützen.

Vergesst bei der Überweisung bitte nicht die Projektnummer 3006 anzugeben. Damit ist sichergestellt, dass die Zuwendung zweckgebunden für meine Planstelle verwendet wird.
Die Spendenbescheinigung wird am Anfang des Kalenderjahres zugestellt. Spenden können aufgrund unserer Anerkennung als gemeinnütziges Werk bis zu 20% des Einkommens steuerlich geltend gemacht werden.

Herzlichen Dank an alle Freunde des Werkes, die dieses Konzept durch ihre persönliche Unterstützung und ihre Gebete begleiten.

Alfred Meier

Mittwoch, 13. Januar 2010

Mali - ein Land für Perspektiven


Vom 28.12.2009 bis 13.01.2010 bereisten wir, ein Team von 22 jungen Leuten, das in der westafrikanischen Sahelzone gelegene Mali - darunter drei Studierende und ein Dozent des Neues Leben-Seminars. Matthias Schmidt und Tim Hallstein hatten die Reise in Kooperation mit der Allianz-Mission, Dietzhölztal und vorwiegend malischen Ansprechpartnern organisiert. Das war eine "interkulturelle Meisterleistung", bei der sehr viel Flexibilität und sprachliche Kompetenz angewandt werden musste. Das vorgesehene Programm musste hier und da geändert und die Sprachbarrieren von Deutsch, Französisch und Bambara überwunden werden.
Mali ist ein Land voller Schönheit, voller Gegensätze und Herausforderungen. Mali hat Einiges zu bieten: von einer lauten, staubigen, von Smog überzogenen Hauptstadt bis hin zu stillen, sternenübersäten Nächten mitten in der Savanne - und vor allem gastfreundliche und kontaktfreudige Menschen.
Mitten in der Nacht wurden wir vom Muezin und Alah-u-akbar-Rufen geweckt. Auf dem Land waren es eher die Esel, Hunde und Hühner, die uns lautstark den Einstieg in den Tag erleichterten.
Wir lernten malisches Leben kennen, trafen junge Leute in ihren Familien und wurden trotz der meist ärmlichen Lebensverhältnisse bereichert. Gastfreundschaft pur. Bei einem Fußballspiel auf staubigem Terrain trafen wir auf eine Jugendmannschaft aus dem Stadtviertel Sanfil in der Nähe der Gemeinde Quinzambougou.
Beim Austausch mit malischen Pastoren lernten wir deren Arbeit hautnah kennen.
Die Gestaltung von Gottesdiensten durch Liedbeiträge, Zeugnisse und Predigten forderte uns heraus, da wir meist spontan und ohne viel Vorbereitung in Aktion traten. Da einige Teilnehmer Französisch und Bambara sprachen, war die Kommunikation bei den Gottesdiensten kein Problem.
Besonders beeindruckend war der Rhythmus und der Tanz im Anschluß an den Silvestergottesdienst in der Gemeinde Quinzambougou, wo wir zusammen mit Jugendlichen der Gemeinde den Start ins neue Jahr 2010 feierten.
In der Hauptstadt Bamako haben wir die christliche Radiostation kennen gelernt und die theologische Ausbildungsstätte FATMES (Freie Hochschule für Theologie und Missiologie im Sahel) besucht. Hier studieren zur Zeit 25 Studenten in verschiedenen Programmen. Die Absolventen arbeiten als Bibelübersetzer, Bibelschullehrer und Multiplikatoren in ihren Gemeinden. Ein Studienzentrum befindet sich in der Bauphase und soll im Laufe des Jahres bezogen werden.
Wir besuchten Gefängnisse in Bamako und Mopti, lernten das Leben hinter Gittern kennen und redeten von der Freiheit, die das Leben mit Jesus Christus bietet. Dabei stießen wir auf eine unerwartete Offenheit seitens der Insassen.
Ein Teil des Teams besuchte eine private Klinik und erhielt hilfreiche Einblicke in das malische Gesundheitswesen.
In einer informationsreichen Runde gaben die Mitarbeiter des sozial-diakonischen Arbeitszweiges der Allianz-Mission Auskunft über die vielfältige Ausrichtung der von ihnen betreuten Projekte: Aufforstungsprogramme in der kargen Sahelzone, Gartenprojekte, Betreuung von AIDS-Kranken, Alphabetisierung und Sprachforschung, Krankenstationen und eine christliche Schule mit Kindergarten. Den Kindergarten in Sévaré haben wir künsterlisch gestaltet und verschönert.
Die Schönheit der Landschaft, sternenklare Nächte im Dogonland, erlebte Gemeinschaft in einem engen Bus, auf heißen, staubigen und buckeligen Straßen werden uns in Erinnerung bleiben - Mali live.
Eine Bootsreise auf dem Niger, dem größten Fluß Malis, ermöglichte uns einen Blick in die Welt der Fischer und das malische Hinterland. In dem nördlich von der Hafenstadt Mopti gelegenen Severy besichtigten wir eine Krankenstation und eine Dorfschule und statteten dem Bürgermeister einen Höflichkeitsbesuch ab.
Die Begegnung mit einem Pastor, der eine missionarische Arbeit in Dialobé im Nigerbinnendelta betreut, machte uns die enormen Herausforderungen deutlich, die die Arbeit unter der islamischen Bevölkerung darstellt. Die Überwindung sprachlicher und kultureller Barrieren, der Kampf um Akzeptanz seitens der Bevölkerung vor Ort,  und das Ringen um eine geeignete missionarische Arbeitsweise stehen an erster Stelle. Wir merkten: nicht nur weiße Missionare aus dem Westen, sondern auch malische Missionare tun sich schwer, sich an andersartige kulturelle Gegebenheiten innerhalb ihres Landes anzupassen. Mali ist eine Nation mit vielen kulturellen Gesichtern. 
Die Begegnungen mit Missionaren der Allianz-Mission forderte uns heraus, über die eigene Lebensperspektiven nachzudenken und an den freudigen aber auch schwierigen Erfahrungen des Missionarsalltags teilzuhaben.
Beeindruckend war der Ruf malischer Pastoren, Missionare zu senden. Das klingt aus malischem Munde anders, authentischer, als auf Kongressen, die in Europa durchgeführt werden, auch anders als die bunten Infos, die per Flyer ins Haus kommen.

Wir haben nachgedacht über die Herausforderungen des Islam in Mali, über ganzheitliche Mission und die Berufung in den missionarischen Dienst.
Ein sehr variantenreiches Programm, geprägt von praktischen Einsätzen, authentischen Einblicken in die Kultur, persönlichen Begegnungen, Reisen, Nachdenken und einer guten Gemeinschaft - das war der Jugendmissionseinsatz 2009-2010 in Mali.
Mali hat uns ins Nachdenken gebracht, Perspektiven eröffnet und uns herausgefordert, aus eingefahrenen Denkmustern auszusteigen und neu die Weite des Reiches Gottes zu entdecken.